"Expressflug" geglückt Astronauten erreichen Raumstation ISS

Zurück zu voller Stärke: Drei Raumfahrer haben die Internationale Raumstation erreicht. Nach nur sechs Stunden Flug dockte die Sojus-Kapsel an, es war der zweite sogenannte Expressflug zur ISS. Mit dabei ist erstmals seit einem Jahr auch wieder ein Esa-Astronaut.
Sojus-Kapsel: Einzige Möglichkeit, um zur ISS zu reisen

Sojus-Kapsel: Einzige Möglichkeit, um zur ISS zu reisen

Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV/ AFP

Moskau - Am frühen Mittwochmorgen haben drei Astronauten mit dem zweiten "Expressflug" die Internationale Raumstation ISS erreicht. Zur Besatzung gehört auch der Italiener Luca Parmitano, der erste Esa-Astronaut nach etwa einem Jahr. Der 36-Jährige sowie der Russe Fjodor Jurtschichin und die US-Amerikanerin Karen Nyberg waren am späten Dienstagabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

Bis vor kurzem dauerte die Reise noch fast zwei Tage. Ermöglicht wird die enorme Verkürzung durch Verbesserungen bei Antrieb und Steuerung. Die russischen Sojus-Kapseln sind seit der Einstellung des US-Shuttle-Programms 2011 die einzige Möglichkeit, um Raumfahrer zur ISS zu befördern.

Der Einsatz im All ist auf sechs Monate angesetzt, in dieser Zeit sind mehrere Weltraumspaziergänge geplant. In rund 410 Kilometern Höhe sollen die Raumfahrer zahlreiche Experimente durchführen.

Mit der Ankunft der Astronauten erreicht die ISS wieder die sechsköpfige Soll-Stärke. Auf der Station sind bereits die russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie der US-Astronaut Chris Cassidy im Einsatz. Der bisher letzte Esa-Astronaut auf der ISS war der Niederländer André Kuipers, der am 1. Juli 2012 zur Erde zurückgekehrt war.

max/che/dpa/AFP
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