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07. September 2016, 15:15 Uhr

ISS-Rückkehr

US-Astronaut Jeff Williams feiert Rekord

Es ist das Ende einer Rekordreise: Astronaut Jeff Williams ist sicher von der Internationalen Raumstation ISS zurückgekehrt. Mit der Landung setzte der 58-Jährige eine neue US-Bestmarke.

Kein US-Amerikaner war länger im Weltall als er: Astronaut Jeff Williams ist mit einer neuen Bestmarke von insgesamt 534 Tagen im Weltall in der kasachischen Steppe gelandet. Die "Sojus"-Kapsel mit Williams und zwei weiteren Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation ISS setzte wie geplant in der früheren Sowjetrepublik in Zentralasien auf.

Für seinen Rekord benötigte Williams seit 2000 insgesamt vier Raumflüge. Bei der nun beendeten Mission arbeitete der 58-Jährige seit März auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Williams hatte dort unter anderem das neue "Beam"-Modul aufgeblasen und in Betrieb genommen.

Mit Williams kehrten auch die Russen Alexej Owtschinin und Oleg Skripotschka nach 172 Tagen zur Erde zurück. In dem fliegenden Labor arbeiten nun noch eine US-Amerikanerin, ein Russe und ein Japaner.

Den bisherigen US-Rekord hatte Scott Kelly mit 520 Tagen gehalten.

Die absolute Bestmarke hält allerdings mit 879 Tagen der Russe Gennadi Padalka.

Rund dreieinhalb Stunden nach dem Abdocken von der Raumstation war die "Sojus" am Mittwoch gegen 6.14 Uhr (Ortszeit) südöstlich der Stadt Scheskasgan zu Boden gegangen. Ein Bergungsteam half den Raumfahrern aus der drei Tonnen schweren, engen Kapsel und trug die Rückkehrer zu Klappsesseln. Ihre Muskeln sind nach fast einem halben Jahr in der Schwerelosigkeit geschwächt. In warme Decken gehüllt und mit heißem Tee versorgt winkte das Trio in die Kameras. Als Willkommensgeschenk gab es eine frische Melone aus Kasachstan.

Zur schnellen Bergung waren rund 150 Helfer mit 18 Geländefahrzeugen und zwölf Helikoptern vor Ort. Die Kapsel lag zunächst auf der Seite und musste von den Rettungskräften aufgerichtet werden.

Die "Sojus" war die letzte der russischen TMA-M-Serie, künftig fliegt der Agentur Interfax zufolge eine neue Version zur Raumstation. Voraussichtlich am 23. September starten die Russen Andrej Borisenko und Sergej Ryschikow sowie der Amerikaner Robert Kimbrough vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Verstärkung in den Erdorbit.

joe/dpa

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