Japanische Raumsonde "Hayabusa" Landeversuch auf Asteroid gescheitert

Japans Weltraumbehörde muss erneut einen Rückschlag einstecken. Die geplante Landung einer Sonde auf einem Asteroiden ist vorerst gescheitert. Zuvor war der Abwurf eines Roboters fehlgeschlagen.


Tokio - Die japanische Forschungssonde "Hayabusa" hat es im ersten Versuch nicht geschafft, auf dem Asteroiden "Itokawa" zu landen. 17 Meter über der Oberfläche verlor die Sonde den Kontakt zur Bodenstation, wie die Raumfahrtbehörde Jaxa gestern in Tokio mitteilte. Später stellte sich heraus, dass sich die Sonde in einer Situation befand, in der sie sich weder nach oben noch nach unten bewegen konnte.

Asteroid Itokawa: Neuer Landeversuch am Freitag
REUTERS

Asteroid Itokawa: Neuer Landeversuch am Freitag

Die Wissenschaftler geben die Hoffnung aber noch nicht auf: Ein zweiter Landeversuch könne am Freitag unternommen werden, hieß es. Der 690 Meter lange und 300 Meter breite Asteroid befindet sich zwischen Erde und Mars auf einer Umlaufbahn um die Sonne. Benannt wurde er nach dem Begründer der japanischen Raketenforschung, Hideo Itokawa.

Die im Mai 2003 gestartete Sonde "Hayabusa" soll zum ersten Mal in der Raumfahrtgeschichte Gesteinsproben eines Asteroiden einsammeln und dann zur Erde zurückbringen. Bei einem Probeanflug auf den Asteroiden ging vor einer Woche ein Roboter verloren, der mit drei Farbkameras Aufnahmen von der Oberfläche liefern sollte. Die Sonde hat bis Anfang Dezember Zeit, ihre Mission zu erfüllen. Danach muss sie zur Erde zurückkehren. Die Landung in Australien ist für Juni 2007 geplant.



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