Nah wie seit 59 Jahren nicht Der Jupiter – in dieser Nacht (vielleicht) das hellste Himmelsobjekt neben dem Mond

Wenn im Westen die Sonne untergeht, geht im Osten der Jupiter auf – so nah wie seit 1963 nicht mehr. Und so hell, dass man ihn auch aus der Stadt sehen sollte. Wenn das Wetter mitspielt.
Der Jupiter – aufgenommen mit dem James-Webb-Teleskop

Der Jupiter – aufgenommen mit dem James-Webb-Teleskop

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NASA / dpa

Ein Highlight für Sternegucker und solche, die es kurzfristig werden wollen: Der Jupiter kommt der Erde am Montag so nahe wie seit 59 Jahren nicht mehr. Wenn die Sonne im Westen untergeht, geht der Jupiter gewissermaßen im Osten auf. Das geht aus einem Blogeintrag der Nasa hervor .

Dass der größte Planet des Sonnensystems gut zu sehen ist, liegt an einer besonderen Konstellation: der sogenannten Opposition. In der Astronomie steht ein Planet dann in gerader Linie auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite, die Erde in der Mitte.

Alle 13 Monate findet die Opposition des Jupiter statt. Planeten erscheinen in dieser Phase am größten und hellsten.

Für den 26. September spricht die Nasa von einem außergewöhnlichen Anblick. Denn Erde und Jupiter umkreisten die Sonne nicht in perfekten Kreisen, dementsprechend ziehen die Planeten in immer unterschiedlichen Abständen aneinander vorbei. Nun sei der Jupiter etwa 590 Millionen Kilometer entfernt. Am weitesten liegt er etwa 965 Millionen Kilometer entfernt.

1963 kam der Jupiter der Erde bereits einmal so nah. Nun kommt auch noch die Opposition hinzu. Mit einem guten Fernglas sollten die Bänder und drei oder vier der Jupitermonde sichtbar sein, sagte Nasa-Astrophysiker Adam Kobelski.

»Die Sicht sollte für einige Tage vor und nach dem 26. September großartig sein«, sagte Kobelski. »Abgesehen vom Mond sollte es eines der hellsten, wenn nicht sogar das hellste Objekt am Nachthimmel sein.« Auch in einer hell beleuchteten Stadt soll der Jupiter der Nasa zufolge zu sehen sein . Solange das Wetter mitspielt.

hba
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