Sichtbar mit Fernglas Komet TGK zeigt sich am Nachthimmel

Er hat einen Durchmesser von nur 1,4 Kilometern: Am Samstag wird der Komet TGK so nah an der Erde vorbeifliegen, dass man ihn mit einem Fernglas sehen kann. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Der Komet TGK nähert sich derzeit der Erde. "41P/Tuttle-Giacobini-Kresák kommt unserem Heimatplaneten näher als andere Kometen", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) in Heppenheim, Otto Guthier, am Freitag. "Bei Dunkelheit ist er mit dem Fernglas in den nächsten Tagen gut zu sehen. Er sieht aus wie eine kleine Wolke, die diffus leuchtet." Sein Durchmesser betrage rund 1,4 Kilometer. "Damit ist er ein kleinerer Komet."

An diesem Samstag werde der Brocken aus Eis, Staub und Gestein mit rund 21 Millionen Kilometern seinen geringsten Abstand zur Erde haben. "Entfernungen wie diese haben wir aber schon mehrere gehabt", sagte der VdS-Kometenexperte Uwe Pilz. Die Beobachtung könne sogar bis Ende April möglich sein, von der Zeit um den Vollmond am 11. April abgesehen. Dessen Helligkeit störe.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagt fürs Wochenende gebietsweise Bewölkung voraus. Wer den Kometen sehen möchte, müsse mitunter auf Lücken hoffen. "Das wird dann ein Glücksspiel", sagte der Meteorologe Thore Hansen. Danach werde die Chance auf Beobachtung besser, "vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands".

Zwischen Polarstern und Großem Wagen

Laien sollten sich zum Beobachten von TGK an eine Sternwarte in der Nähe wenden, sagte Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde. "Das ist aussichtsreicher, als raus ins Dunkle zu fahren." Wer es auf eigene Faust versuchen wolle, könne den Kometen zwischen dem Polarstern und dem Großen Wagen entdecken. "Der Polarstern steht weit im Norden ziemlich hoch", sagte Pilz.

Mit dem Fernglas sei TGK als "unscharfer Fleck" zu sehen. Auf seinem Weg zur Sonne - er dürfte am 12. April am dichtesten dran sein - sei er grundsätzlich besser zu beobachten. "Die Sichtbarkeit wird besser, der Komet sieht dann kompakter aus." Einen Schweif hinter dem Kometen dürften Beobachter nach Einschätzung von Pilz aber nicht zu sehen bekommen.

Zuletzt war der Komet im Jahr 2006 von der Erde aus gut zu beobachten. Seine Umlaufzeit um die Sonne liegt bei 5,4 Jahren.

jme/dpa

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