Kometenlandung "Rosetta"-Start vorerst abgesagt

Die europäische Raumsonde "Rosetta", deren Landegerät erstmals auf einem Kometen aufsetzen sollte, bleibt fürs Erste am Boden. Grund sind Sorgen um die Sicherheit der neuen Ariane-5-Trägerrakete.


Raumsonde "Rosetta" (Zeichnung)
ESA/ AOES

Raumsonde "Rosetta" (Zeichnung)

Die Kometensonde "Rosetta", eines der ehrgeizigsten und teuersten Weltraumvorhaben der Europäer, wird vorerst nicht starten. Nach den Problemen der Trägerrakete Ariane-5-Plus sei beschlossen worden, den Start der Mission zunächst weiter zu verschieben, teilte die Betreibergesellschaft Arianespace am Dienstag mit. Diese Entscheidung sei gemeinsam mit der Europäischen Weltraumagentur Esa gefallen.

Der "Rosetta"-Start hätte bis zum 31. Januar gelingen müssen, um die Sonde auf eine ideale Flugbahn zu dem Kometen Wirtanen zu bringen. Dort sollte sie im Jahr 2011 ankommen. Eine Ariane-5 hätte "Rosetta" in den Weltraum bringen sollen, doch die Premiere des neuen Raketentyps war im Dezember wegen eines undichten Kühlsystems am Haupttriebwerk gescheitert. Bei der Notsprengung gingen zwei Satelliten verloren.

Beim Ariane-5-System sollten nun nochmal alle Testverfahren überprüft werden, hieß es der Erklärung. Näheres zur Zukunft des eine Milliarde Euro teuren "Rosetta"-Projekts wollte die Esa an diesem Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Paris mitteilen. Möglicherweise muss ein Ersatzkomet ausgewählt werden, was einige Monate dauern könnte.



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