Kontaktaufnahme gescheitert Russland kämpft um Marssonde

Die Chancen auf eine Rettung der russischen Marsmission "Phobos-Grunt" sinken: Die Sonde war auf die falsche Bahn geraten. Eine erste Kontaktaufnahme des Kontrollzentrums ist misslungen. Die Energie für weitere Versuche schwindet.

AFP

Moskau - Der erste Versuch der Kontaktaufnahme zur havarierten russischen Marssonde "Phobos-Grunt" ist in der Nacht zum Donnerstag misslungen. Jetzt bestehen nach Ansicht von Experten nur noch "äußerst geringe" Chancen, sie zu retten, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax-Kasachastan. Wegen eines Programmierfehlers konnten die Marschtriebwerke der am Mittwochmorgen vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestarteten Sonde nicht gezündet werden.

Die Raumfahrtagentur Roskosmos will nach Analyse der Telemetriedaten den 13,5 Tonnen schweren und 120 Millionen Euro teuren Apparat neu programmieren, um die Triebwerke im zweiten Anlauf zu starten. Für die Versuche hat die Agentur nach eigenen Angaben nur zwei Wochen Zeit. Dann sind die Energiequellen der Sonde erschöpft, die zum Marsmond Phobos fliegen und im August 2014 Bodenproben von ihm zur Erde bringen soll.

Die Mission sollte die Wiedergeburt der russischen Raumfahrt werden, doch die Panne könnte den Traum zerstören. Die Sonde "Phobos-Grunt" hatte am Mittwoch kurz nach dem Start die Übergangsbahn auf dem Weg zum Marsmond verfehlt. In der Nacht zum Mittwoch war die Marssone vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet.

Für Ende November plant die Nasa den Start einer Marsmission: Die Landesonde "Curiosity" soll im Gale-Krater südlich vom Äquator des Roten Planten nach Lebensspuren suchen. Wenn der Flug planmäßig verläuft, wird der die Sonde im August 2012 auf dem Mars landen.

boj/dapd

insgesamt 15 Beiträge
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Hans Guckindieluft 10.11.2011
1. Hmmm...
Kann man die Sonde nicht auf die richtige Bahn bestechen?
dirkgruenwald 10.11.2011
2. Nein, geht nicht ...
Zitat von Hans GuckindieluftKann man die Sonde nicht auf die richtige Bahn bestechen?
weil Putin persönlich alle Bestechungsgelder auf dem Planeten einnimmt und für den Orbit nichts mehr übrig geblieben ist ...
Mogamboguru 10.11.2011
3. Roter Sand im Getriebe
Zwei Drittel aller Versuche, den Mars mit Sonden zu erforschen, wurden bisher in den roten Sand gesetzt. Von den Pleiten spricht nur keiner. http://articles.cnn.com/1999-09-30/tech/9909_30_mars.metric.02_1_climate-orbiter-spacecraft-team-metric-system?_s=PM:TECH und http://www.universetoday.com/13267/the-mars-curse-why-have-so-many-missions-failed/ Ne?
uinen_osse 10.11.2011
4. LoL - richtig und wie wahr
Zitat von MogamboguruZwei Drittel aller Versuche, den Mars mit Sonden zu erforschen, wurden bisher in den roten Sand gesetzt. Von den Pleiten spricht nur keiner. http://articles.cnn.com/1999-09-30/tech/9909_30_mars.metric.02_1_climate-orbiter-spacecraft-team-metric-system?_s=PM:TECH und http://www.universetoday.com/13267/the-mars-curse-why-have-so-many-missions-failed/ Ne?
ja das sind unsere Russland-Gegner wieder einmal auf dem Vormarsch - Keiner von ihnen denkt daran dass es im Moment nicht möglich wäre Menschen oder Material zur ISS zu bringen wenn es den bösen Diktatoren Putin nicht gäbe :)
mattorres 10.11.2011
5. Esa
Die Rettungsversuche der Marssonde werden übrigens auch von der ESA unterstützt, diese empfängt über Ihre Bodenstationen Daten von Phobos und stellt diese der Phobos-Mission zur Verfügung. Quelle: Dr. René Pischel, European Space Agency (ESA), Moscow Office
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