Letzter Außeneinsatz an der ISS "Beeindruckende Arbeit, ihr Rockstars"

Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" haben ihren zweiten Außeneinsatz an der ISS erfolgreich abgeschlossen. Damit ging eine Ära zu Ende: Es war der letzte Weltraumspaziergang von "Discovery"-Astronauten.

Reparatur im All: Astronaut Stephen Bowen bei seinem siebten Außeneinsatz
Harvard Business Manager

Reparatur im All: Astronaut Stephen Bowen bei seinem siebten Außeneinsatz


Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" haben bei einem Außeneinsatz im Weltall überfällige Reparaturen an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich abgeschlossen. Alvin Drew und Stephen Bowen kehrten in der Nacht zum Mittwoch aus dem Weltraum zurück und beendeten damit eine Ära: Es war der letzte Ausflug einer Crew der "Discovery", die nach ihrem Rückflug zur Erde zum Museumsstück wird. Von ihrer Kollegin Nicole Scott erhielten die Astronauten auch ein dickes Lob: "Wieder eine beeindruckende Arbeit heute, ihr Rockstars"

Es ist der 155. Wartungseinsatz für die ISS, die 1998 konstruiert wurde. Sechst Stunden und 14 Minuten verbrachten Bowen und Drew im Weltall, für Bowen war es bereits der insgesamt siebte Ausflug in die Schwerelosigkeit des Alls. Er gehört damit zu den erfahrensten "Weltraumspaziergängern" der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

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Space Shuttle: Der letzte Flug der "Discovery"
Der Ausstieg hatte sich wegen eines Lecks in Bowens Raumanzug um etwa eine halbe Stunde verzögert. Auslöser war eine defekte Versiegelung an einem Luftfilter. Die Störung machte den Astronauten aber später keine weiteren Probleme.

Die Raumfahrer bereiteten während ihres Einsatzes eine defekte Ammoniak-Pumpe für den Rücktransport zur Erde vor. Das Gerät war im vergangenen Sommer ausgebaut worden, nachdem es einen Ausfall im ISS-Kühlsystem ausgelöst hatte. Die Pumpe soll im Juni von der Raumfähre "Atlantis" nach Hause gebracht werden, also bei dem letzten Flug eines bemannten US-Shuttles für lange Zeit.

Außerdem installierten die Astronauten bei ihrem zweiten und letzten Außeneinsatz der laufenden "Discovery"-Mission mehrere Kameras an Roboterarmen der ISS.

Timothy Kopra, der ursprünglich als Leiter des Einsatzes vorgesehen war, konnte seine Kollegen nur virtuell vom Kontrollzentrum in Florida aus begleiten, da er wegen eines Fahrradunfalls seine Teilnahme an der gesamten Mission hatte absagen müssen.

Bereits am Dienstagabend hatte die ISS bei einem weiteren Einsatz einen 13. Raum erhalten. Das bisherige Transportmodul "Leonardo" wurde von den Astronauten dauerhaft mit der Raumstation verbunden und dient zukünftig als Lagerraum. "Leonardo" war zuvor bereits sieben Mal an Bord eines Space-Shuttles im Weltraum - auf dem Hinflug bepackt mit Versorgungsgütern für die Raumstation und auf dem Rückflug vollgestopft mit Müll.

boj/dapd/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
probstheida 03.03.2011
1. ...
Könnten Sie bitte mal diesen peinlichen Kampf um Superlative sein lassen? "Letzter Außeneinsatz an der ISS" Dies wird eben *nicht* der letzte Außeneinsatz an der ISS sein! Es war der letzte einer Discovery-Crew! Auch wenn die Shuttles nicht mehr starten, werden Außeneinsätze stattfinden. Auch von US-Astronauten. Und auch wenn dies der letzte Einsatz der Discovery ist, finden immer noch zwei Shuttleflüge statt, bei denen wieder Außeneinsätze passieren werden/können. Ihre Überschrift ist einfach falsch!
Da Ge 03.03.2011
2. Wen wundert's
Zitat von probstheidaKönnten Sie bitte mal diesen peinlichen Kampf um Superlative sein lassen? "Letzter Außeneinsatz an der ISS" Dies wird eben *nicht* der letzte Außeneinsatz an der ISS sein! Es war der letzte einer Discovery-Crew! Auch wenn die Shuttles nicht mehr starten, werden Außeneinsätze stattfinden. Auch von US-Astronauten. Und auch wenn dies der letzte Einsatz der Discovery ist, finden immer noch zwei Shuttleflüge statt, bei denen wieder Außeneinsätze passieren werden/können. Ihre Überschrift ist einfach falsch!
Wenn es um Raumfahrt geht, versteht die Mehrzahl der Journalisten ohnehin nur Bahnhof (noch nicht mal Weltraumbahnhof;-)). Und vor lauter Unwissenheit werden einfach überflogene Meldungen falsch übersetzt und veröffentlicht.
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