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16. April 2011, 16:24 Uhr

Lyriden-Schauer

Sternschnuppen im Anflug

Spektakel am Nachthimmel: Bis Ostern regnen Abertausende Körnchen Kometenstaub auf die Erde. Wolkenlose Nächte versprechen ideale Voraussetzungen, um die Sternschnuppen zu erspähen.

In den nächsten Tagen können Nachtschwärmer ihre Wünsche gen Himmel richten. Ein alter Glaube will es, dass einen Wunsch frei hat, wer eine Sternschnuppe erspäht. Vom 16. bis 25. April ist der Sternschnuppenstrom der Lyriden zu sehen. Seinen Höhepunkt erreicht er am 23. April, also in der Nacht zum Ostersamstag. Die beste Beobachtungszeit ist die Stunde nach Mitternacht.

Im Durchschnitt werde es dann rund 20 Schnuppen pro Stunde geben, erwarten Experten. "Laien werden vielleicht nur alle fünf Minuten eine sehen", sagt Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In manchen Jahren wurden kurzzeitig aber auch schon deutlich mehr Schnuppen beobachtet.

Der Schnuppenregen soll am ganzen Himmel zu sehen sein. Ein möglichst dunkler Ort jenseits von Großstadtlichtern verspricht beste Beobachtungsbedingungen. Doch helles Mondlicht, zum Höhepunkt am 23. April ab etwa halb zwei Uhr morgens, und Wolken können die Suche nach Schnuppen behindern. Zumindest von diesem Samstag bis Dienstag, also vom 16. bis 19. April, ist nachts aber nur mit wenig Wolken zu rechnen, sagt Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst voraus.

Sternschnuppen sind Meteoriten, also kleine Gesteinsbröckchen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen. Die Lyriden stammen vom Schweif des Kometen Thatcher. Namensgebend ist das Sternbild Leier, von dem die Schnuppen auszuströmen scheinen. Bereits vor mehr als 2000 Jahren haben chinesische Naturkundler von den Sternschnuppen im April berichtet.

Im Vergleich zu anderen Sternschnuppenschauern sind die Lyriden eher ein dünner Schauer. Die Quadrantiden im Januar, die Perseiden im August und die Geminiden im Dezember erzeugen oftmals 120 Sternschnuppen pro Stunde. Um seinen Herzenswunsch loszuwerden, benötigt man jedoch nur eine Schnuppe - man muss aber an die Wirkung glauben.

boj/dpa

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