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08. Februar 2016, 17:39 Uhr

Indien

Mann soll von Meteorit erschlagen worden sein

Tragischer Unfall in Indien: Ein vom Himmel fallender Gegenstand soll einen Mann getötet haben. Womöglich handelte es sich um einen Meteoriten - es soll der erste dokumentierte Fall in der Geschichte der Menschheit gewesen sein.

Ein herabfallendes Objekt, das am Samstag im indischen Bundesstaat Tamil Nadu einen Busfahrer tötete, könnte ein Meteorit gewesen sein. Ein Forscher mahnte eine genaue Untersuchung des Gesteinsbrockens an.

"Ein Meteorit stürzte auf eine private Ingenieursschule und tötete einen Busfahrer der Schule", erklärte die Premierministerin des Bundesstaats, Jayalalithaa Jayaram, am Sonntagabend. S.P. Rajaguru, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Indischen Institut für Astrophysik in Bangalore, sagte, dies sei durchaus möglich. Allerdings seien noch weitere Untersuchungen nötig.

Beim Absturz des bläulichen Objekts am Samstag waren Fensterscheiben zerborsten und ein kleiner Krater entstanden. Laut Rajaguru könnte es sich um Weltraumschrott gehandelt haben. Sollte sich jedoch herausstellen, dass es tatsächlich ein Meteorit war, wäre es laut dem Wissenschaftler der erste derartige Todesfall, der bekannt wurde.

Ein Meteorit ist ein Meteor, der nicht in der Atmosphäre verglüht, sondern auf der Erde einschlägt. "Viele Meteore erreichen die Erdoberfläche nie und verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre", sagte der Wissenschaftler.

Im Februar 2013 hatte ein Meteoritenregen in der russischen Stadt Tscheljabinsk große Schäden angerichtet. Es gab 1500 Verletzte - aber glücklicherweise keinen Todesfall. Der ursprünglich etwa 20 Meter große Brocken war rund 30 Kilometer über der russischen Millionenstadt explodiert. Die dabei freigesetzte Energie entsprach dem 30- bis 40-Fachen der Hiroshima-Atombombe.

boj/AFP

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