Nasa-Roboter auf dem Mars "Curiosity" sendet neues Selfie

Gelächelt hat er nicht, aber gut zu erkennen ist er: Der Mars-Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa hat wieder Bildmaterial zur Erde geschickt. Für die Aufnahmen nutzte er einen besonderen Selfie-Stick.
360-Grad-Aufnahme des Nasa-Rovers "Curiosity": Aus 86 Einzelbildern zusammengesetzt

360-Grad-Aufnahme des Nasa-Rovers "Curiosity": Aus 86 Einzelbildern zusammengesetzt

Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Der Roboter "Curiosity" der US-Weltraumbehörde Nasa hat neues Bildmaterial vom Mars gesendet. Auf dem "Selfie" sei neben dem Rover auch das Gelände rund um den Hügel "Greenheugh-Pediment" zu sehen, teilte die Weltraumorganisation mit. Das 360-Grad-Panorama wurde von den Forschern aus 86 auf die Erde übertragenen Einzelbildern zusammengefügt.

Für die Aufnahmen nutzten die Wissenschaftler die "Mars Hand Lens Camera" (MAHLI), die sich in einem Turm am Ende des Roboterarms von "Curiosity" befindet. Diese Kamera ist eigentlich dafür gedacht, Nahaufnahmen von Sandkörnern und Gesteinsstrukturen zu machen. Damit will man herausfinden, ob die Marsoberfläche heute oder in der Vergangenheit für die Entstehung von Leben geeignet gewesen sein könnte.

"Curiosity" absolviert bislang steilsten Anstieg

Allerdings lässt sich der Roboterarm mit MAHLI an Bord auch zum Selfiestick umwidmen. Um zu veranschaulichen, wie das Selfie aufgenommen wurde, drehten die Forscher mit der Schwarz-Weiß-Navigationskamera des Rovers parallel ein Video, das die Bewegungen des Roboterarms zeigt:

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Nach den Aufnahmen fuhr "Curiosity" auf das 3,40 Meter hohe Greenheugh-Pediment hinauf. Es war der steilste Anstieg, den der Rover bislang meistern musste. Insgesamt brauchte es drei Fahrten, um am 6. März endlich die Spitze des Hügels zu erreichen.

Räder des Rovers drehen leicht durch

Gesteuert wird der Rover von Forschern im Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Südkalifornien. Die Wissenschaftler planen jede Fahrt sorgfältig, um sicherzustellen, dass "Curiosity" während seiner Einsätze nicht beschädigt wird oder steckenbleibt. Zwar kann sich der Rover dank einer Art Stützradsystem um bis zu 45 Grad neigen, ohne umzukippen, aber die starken Antriebe verursachen leicht ein Durchdrehen der Räder.

"Curiosity" ist seit August 2012 auf dem Mars unterwegs. Bereits kurz nach der Landung auf dem Planeten schickte der Rover erste Bilder zur Erde.

jki
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