Spektakuläre Mars-Fotos In weiter Ferne, so nah!

Der Nasa-Rover "Curiosity" hat faszinierende Aufnahmen der felsigen Marsoberfläche zur Erde gefunkt. Die Landschaft wirkt für den irdischen Betrachter seltsam vertraut.

Felslandschaft auf dem Roten Planeten
AFP/ NASA

Felslandschaft auf dem Roten Planeten


Seit dem Jahr 2012 schon kurvt "Curiosity" auf dem Roten Planeten herum - aber trotzdem überrascht der Rover auch heute noch mit spektakulären Fotos seiner Umgebung. Die neuesten Aufnahmen, das müssen selbst erfahrene Nasa-Forscher einräumen, könnten gut und gern auch aus einem Nationalpark im Südwesten der USA stammen. Die Ähnlichkeit mit Felsen etwa im Grand Canyon ist frappierend.

Am 8. September, kurz vor Beginn einer neuen Bohrsession, hatte der Roboter mit seiner Mastkamera die sogenannten Murray-Kuppen ins Visier genommen. Sie erheben sich über den erodierten Resten alten Sandsteins. Gut zu erkennen sind beispielsweise die dünnen Schichten, aus denen die Felsen aufgebaut sind - siehe folgende Fotostrecke.

Fotostrecke

9  Bilder
"Curiosity"-Fotos vom Mars: Roter Sand und schroffe Felsen

Etwa seit einem Monat bereits hält sich "Curiosity" nahe der Murray-Kuppen auf. Nach Ende der derzeit laufenden Bohrungen soll sich der Rover weiter dem Mount Sharp genannten Berg nähern, in dessen Nähe er vor vier Jahren gelandet war. Mount Sharp ist etwa fünf Kilometer hoch und liegt in der Mitte des Gale-Kraters, der einen Durchmesser von über 150 Kilometern hat.

Im April 2015 hatte "Curiosity" Hinweise dafür gefunden, dass es noch heute flüssiges Wasser auf dem Roten Planeten gibt. Demnach könnte sich abends in den oberen fünf Zentimetern des Marsbodens aus der Luftfeuchtigkeit eine Art Salzlauge bilden, die morgens wieder verdunstet. Als Grundlage für die Entstehung von Leben sei es aber vermutlich zu wenig Wasser und zu kalt, betonten die Wissenschaftler damals.

Wasserschmelze im Sommer

Eine Bestätigung für die Existenz flüssigen Wassers lieferte im September 2015 die Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter", die den Roten Planeten seit dem Jahr 2006 umkreist. Salziges Schmelzwasser könnte demnach regelmäßig im Marssommer Steilhänge hinabfließen, hatten Forscher berichtet. Dass es auf dem Planeten Wassereis gibt, war schon länger bekannt.

Flüssiges Wasser gilt als die wohl wichtigste Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Daher ist ein Nachweis auch so wichtig. Aber trotz aller bisherigen Anstrengungen: Indizien für die Existenz von Leben auf dem Mars wurden bislang keine entdeckt.

Rover sucht Ziele selbst aus

hda



insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
Paul Panda 12.09.2016
1. Kein Wunder
Seltsam vertraut? Kein Wunder: Schließlich gehorcht die Geologie und damit die Gesteinsbildung und Gesteinsverwitterung den selben physikalischen Gesetzen, die auch auf der Erde herrschen: Einziger Unterschied: Die Kräfte der Erosion durch Wasser haben in den letzten paar Millionen (oder waren es sogar Milliarden?) Jahren wohl etwas nachgelassen.
Espresso in Würzburg 12.09.2016
2. Aber es muss doch...
'ne Menge Wasser auf dem Mars gegeben haben... oder täusche ich mich, und die meisten Fotos zeigen Sediment-Schichten, so wie sie in einem Canyon auch zu sehen sind? Die Gesteine sind schichtweise und langsam entstanden.... Der Meteoriteneinschlag zeigt dies am Kraterrand doch genau... oder?
MiniDragon 12.09.2016
3. Sekundärgestein
Wie kann dieses Sandstein- ähnliche Sekundärgestein entstanden sein ? Wie und wann entstand zuvor der Sand, der doch wohl auch auf dem Mars ein Erosionsprodukt sein muß ?
waind1981 12.09.2016
4. Thema verfehlt
Leute alle Welt redet über das Foto 3 und 4 weil da (mittig in der Luft) ein Objekt zu sehen ist, welches nicht zu erklären ist. Und Ihr schreibt das es vertraut aussieht. Welcher Anachronismus. Leider das Thema verfehlt, sorry eine spannende Gesichte verpasst.
Msc 12.09.2016
5.
Zitat von waind1981Leute alle Welt redet über das Foto 3 und 4 weil da (mittig in der Luft) ein Objekt zu sehen ist, welches nicht zu erklären ist. Und Ihr schreibt das es vertraut aussieht. Welcher Anachronismus. Leider das Thema verfehlt, sorry eine spannende Gesichte verpasst.
Das "Objekt" ist ein Staubkorn auf der Kamera. Auf beiden Bildern, die komplett andere Perspektiven zeigen ist es an der exakt gleichen Stelle des Bildes. Demnach muss es auf der Kamera sein. War doch ganz leicht zu erklären, oder?
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