Neue Ziele auf Mars "Curiosity" startet Bergtour

Der Mars-Rover "Curiosity" hat neue Ziele bekommen. Die Nasa schickt ihn auf einen Bergkamm, dort soll der Roboter besonderes Gestein untersuchen.

Selbstporträt des Rovers aus dem September 2016
DPA

Selbstporträt des Rovers aus dem September 2016


Er läuft und läuft und läuft. Seit dem Jahr 2012 schon kurvt "Curiosity" auf dem Roten Planeten herum, ursprünglich war der Roboter für eine Laufzeit von zwei Jahren konzipiert. Inzwischen hat die Nasa die Mission bis 2018 verlängert.

Nun hat die US-Weltraumbehörde neue Ziele für das Mobil bekannt gegeben. "Curiosity" soll in die Höhe aufsteigen. Unter den anstehenden Zielen ist ein etwa 2,5 Kilometer entfernter Bergkamm. Dort oben vermuten die Forscher Gestein, welches das Eisenmineral Hämatit enthält. Hinter dem Bergkamm soll es zudem Tongestein geben. Auch das soll analysiert werden.

Diese Ziele lägen noch höher auf dem Berg Mount Sharp als diejenigen, die "Curiosity" bislang erkundet habe. "Auch nachdem wir den Berg schon vier Jahre lang untersucht haben, hat er immer noch das Potenzial, uns komplett zu überraschen", sagte Nasa-Forscher Ashwin Vasavada. Mount Sharp ist etwa fünf Kilometer hoch und liegt in der Mitte des Gale-Kraters, der einen Durchmesser von mehr als 150 Kilometern hat.

Hinweise auf Wasser

Der Rover "Curiosity" war am 6. August 2012 auf dem Mars gelandet und sucht dort nach Spuren von früherem Leben. Er ist mit fast 900 Kilogramm und drei mal 2,8 Metern der größte mobile Forschungsroboter, der bislang auf den Roten Planeten geschickt wurde.

Im April 2015 hatte "Curiosity" Hinweise dafür gefunden, dass es noch heute flüssiges Wasser auf dem Roten Planeten gibt. Demnach könnte sich abends in den oberen fünf Zentimetern des Marsbodens aus der Luftfeuchtigkeit eine Art Salzlauge bilden, die morgens wieder verdunstet. Als Grundlage für die Entstehung von Leben sei es aber vermutlich zu wenig Wasser und zu kalt, betonten die Wissenschaftler damals.

Der Rover beeindruckte Forscher wie Laien immer wieder mit spektakulären Fotos. Seit Beginn seines Aufenthalts hat er schon mehr als 180.000 geknipst. Die neuesten Aufnahmen aus dem September, das mussten selbst erfahrene Nasa-Forscher einräumen, könnten gut und gern auch aus einem Nationalpark im Südwesten der USA stammen. Die Ähnlichkeit mit Felsen etwa im Grand Canyon ist frappierend - siehe folgende Fotostrecke.

Fotostrecke

9  Bilder
"Curiosity"-Fotos vom Mars: Roter Sand und schroffe Felsen

hda/dpa



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