Mars-Rover "Opportunity" ist aufgewacht

Stell dir vor, das Marsmobil schläft - und keiner kriegt's mit: Wegen einer planmäßigen Kommunikationspause hat die Nasa erst mit tagelanger Verspätung von Problemen beim Rover "Opportunity" erfahren. Nun scheinen diese überwunden zu sein.

Mars-Panorama aus Sicht der "Opportunity": Rover wieder in Betrieb
REUTERS / NASA / JPL-Caltech / Cornell / Arizona State University

Mars-Panorama aus Sicht der "Opportunity": Rover wieder in Betrieb


Tagelang döste das kleine Marsauto "Opportunity" auf dem Roten Planeten vor sich hin - und niemand bemerkte etwas. Weil in den vergangenen Tagen Erde und Mars auf ihren Bahnen so standen, dass die Sonne genau zwischen ihnen lag, konnte die Nasa ohnehin nicht mit ihrem Forschungsroboter kommunizieren. Deswegen fiel zunächst nicht auf, dass "Opportunity" sich nach einem technischen Problem in einen Ruhezustand versetzt hatte.

Erst als die Nasa-Experten am 27. April wieder mit dem Marsfahrzeug Kontakt aufnehmen wollten, wurden die Schwierigkeiten bekannt. Demnach hatte "Opportunity" seine Aktivitäten wohl schon am 22. April so weit wie möglich heruntergefahren. Schuld an diesem sogenannten Automode könnte ein Problem an einer der Kameras gewesen sein. Das sei bei einem Routinecheck während der Beobachtung der Marsatmosphäre aufgetreten. Nun ist der Rover aber wieder im normalen Betrieb, wie die Nasa berichtet.

"Opportunity" ist ein absoluter Oldie - insofern sind technische Probleme auch nicht verwunderlich. Das wackere Gefährt hat in neun Jahren inzwischen 36,65 Kilometer auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Damit liegt das Nasa-Mobil nur knapp hinter dem Allzeit-Rekord für außerirdische Fahrten. Den hatte das sowjetische Mondauto "Lunochod 2" im Jahr 1973 aufgestellt. Bis dessen Sonden nach der Fahrt in einen Krater mit Mondstaub bedeckt - und damit funktionsunfähig - wurden, hatte es 37 Kilometer hinter sich gebracht.

Auch "Opportunitys" Zwilling "Spirit" hatte sich auf dem Mars im Sand festgefahren und schließlich nicht mehr genügend Energie für seine Solarzellen bekommen. Vor knapp zwei Jahren stellte die Nasa deswegen alle Versuche ein, doch noch mit dem Roboter Kontakt aufzunehmen. "Opportunity" hält sich dagegen wacker. Nachdem der Rover nun wieder reagiert, soll er weiter seine Untersuchungen am Rand des Endeavour-Kraters fortsetzen.

Auch das deutlich neuere und größere Mars-Mobil "Curiosity" soll nach einigen Tagen der Ruhe - Schuld war ebenfalls die sogenannte Konjunktion zwischen Mars und Erde - seine Arbeit wieder aufnehmen. "Curiosity" hatte zuletzt ebenfalls mit einigen technischen Problemen zu kämpfen.

chs



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
f.depitonmont 02.05.2013
1. Spuren im Marssand
dass die 'verdistischen' Grünen sich noch nicht darüber empört aufgeregt haben, dass der Marsroboter Opportunity die Marslandschaft durch seine Spuren "zerstört".
MatthiasHub 02.05.2013
2.
Zitat von f.depitonmontdass die 'verdistischen' Grünen sich noch nicht darüber empört aufgeregt haben, dass der Marsroboter Opportunity die Marslandschaft durch seine Spuren "zerstört".
Genau, dieser Verschmutzung des Marses mit Rovern muss Einhalt geboten werden^^
Da_Niel 02.05.2013
3. hmmm
Zitat von f.depitonmontdass die 'verdistischen' Grünen sich noch nicht darüber empört aufgeregt haben, dass der Marsroboter Opportunity die Marslandschaft durch seine Spuren "zerstört".
Das liegt vieleicht daran, dass ihr offensichtlich sehr einfach gestricktes Weltbild schlichtweg nicht der Realität entspricht....
prof.dr.g.-b.hindert 02.05.2013
4. 9 Jahre...
...auf einem fremden Planeten? Hat die Nasa noch nie etwas von geplanter Obsoleszenz gehört? Diese Qualitätsfanatiker agieren m. M. n. sehr unfair gegenüber der Wirtschaft!
sample-d 02.05.2013
5.
Zitat von f.depitonmontdass die 'verdistischen' Grünen sich noch nicht darüber empört aufgeregt haben, dass der Marsroboter Opportunity die Marslandschaft durch seine Spuren "zerstört".
Ich denke die Grünen sind Ihnen in dem Punkt voraus, dass sie wissen, dass es auf dem Mars eine Atmosphäre, Wetter und auch Stürme gibt. Die Marslandschaft repariert sich folglich von selbst wieder...
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