ESA-Astronaut Matthias Maurer wird nächster Deutscher auf ISS

Er wird nach Alexander Gerst der nächste Deutsche im Weltall: Die Esa schickt Matthias Maurer auf die Internationale Raumstation. Für den Saarländer wird es die erste Mission.

Matthias Maurer soll mindestens zweimal zur Internationalen Raumstation fliegen
Federico Gambarini/dpa

Matthias Maurer soll mindestens zweimal zur Internationalen Raumstation fliegen


Der Astronaut Matthias Maurer reist als nächster Deutscher auf die Internationale Raumstation ISS. "Das ist mit Sicherheit so", sagte Jan Wörner, Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur Esa. "Was wir nicht wissen ist, wann er genau fliegt." Zunächst hatte die "Rheinpfalz" darüber berichtet.

Für den 49-jährigen Maurer wäre es die erste Mission.

Derzeit ist der Esa-Astronaut Luca Parmitano aus Italien auf der ISS. Vor Maurer sei noch ein Flug des Franzosen Thomas Pesquet geplant, hieß es. Nach Informationen der "Rheinpfalz" könnte die Maurer-Mission möglicherweise 2021 starten. Wörner zufolge ist zunächst aber ein Abstimmungsprozess mit anderen Weltraumorganisationen wie der Nasa nötig. (Warum Maurer der erste Deutsche auf dem Mond sein könnte, lesen Sie hier.)

Maurer ist Mitglied im Astronautenkorps der Esa. Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist er noch nicht ins All geflogen. Der Saarländer ist promovierter Materialwissenschaftler, arbeitet am Europäischen Astronautenzentrum in Köln und spricht Englisch, Spanisch, Französisch, Katalanisch, Russisch und Chinesisch.

2008 hatte er alle Tests bei der Astronautenauswahl bestanden. 2017 rückte er in den Esa-Korps der Astronauten nach und schloss im vergangenen Jahr seine Grundausbildung als Astronaut ab.

Mit der Entscheidung für Maurer ist klar, dass Alexander Gerst zunächst nicht wieder zur ISS starten wird. Er habe allen Astronauten zwei Flüge dorthin in Aussicht gestellt und Gerst sei bereits zwei Mal geflogen, sagte Wörner. Der 43-jährige "Astro-Alex" ist seit seiner Rückkehr von der Raumstation im Dezember 2018 der Deutsche, der am längsten im Weltraum war: 2014 verbrachte er 166 Tage im All, 2018 kamen 197 weitere hinzu.

koe/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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peter-11 01.10.2019
1. würde ich ihm gönnen
Sehr angenehmer Mann. Es ist schon beeindruckend, so viele unterschiedliche Sprachen zu beherrschen. Dient vielleicht zur Völkerverständigung im Bereich der Raumfahrt.
Sonne80 01.10.2019
2.
Gratulation! Zur Zeit befindet neben dem Italiener auch der allererste Emirati Hazzaa AlMansoori im All. Beide wunderbare Menschen aus verschiedenen Kulturen - zusammen auf engstem Raum friedlich - über uns - immer wieder berührend
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