Raketenstart China schickt Test-Raumsonde zum Mondrundflug

Chinas Mondprogramm macht Fortschritte: Ein Versuchsraumschiff ist zu einem Rundflug um den Erdtrabanten gestartet. Schon 2017 will Peking dort eine Raumsonde landen lassen, die Gestein zur Erde zurückbringen soll.

"Langer Marsch"-Rakete mit Test-Raumsonde an Bord: Vorbereitung für die nächste Mondmission
REUTERS

"Langer Marsch"-Rakete mit Test-Raumsonde an Bord: Vorbereitung für die nächste Mondmission


Peking - Bisher ist es nur den USA gelungen, auf dem Mond Gestein zu sammeln und zur Erde zu bringen. Die Chinesen wollen es den Amerikanern gleichtun - allerdings ohne Menschen auf die Reise zu schicken: 2017 will Peking eine Raumsonde zum Erdtrabanten schicken, die dort Bodenproben nehmen und mit ihnen zur Erde zurückkehren soll.

Dieses Projekt ist am Freitag in eine neue Phase eingetreten: Eine Testraumkapsel sei an Bord einer Trägerrakete vom Typ "Langer-Marsch-3" planmäßig vom Startzentrum Xichang in der Provinz Sichuan gestartet, teilte die zuständige Behörde für Verteidigungsforschung mit. Die Testsonde soll den Mond umrunden und nach etwa acht Tagen zur Erde zurückkehren. Bei dem Flug sollen unter anderem Technologien zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre getestet werden.

Die Chinesen betreiben seit einigen Jahren ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm. 2003 schickten sie erstmals einen Menschen ins All, und im Dezember 2013 landete die Raumsonde "Chang'e" auf dem Mond. Sie setzte den sechsrädrigen Rover "Yutu" ("Jadehase") ab, der seitdem Daten sammelt. China wurde damit zur dritten Nation nach den USA und der Sowjetunion, der eine Mondlandung gelungen ist. Peking hat auch angedeutet, möglicherweise eine bemannte Mondmission in Angriff zu nehmen.

mbe/dpa/AP

insgesamt 2 Beiträge
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michael.stockli.56 24.10.2014
1. Sowjetunion auch!
Auch die Sowjetunion hat Mondgestein zur Erde gebracht, mit den Sonden Luna 16, 20 und 24. Soviel zu dieser Geschichte.
Hamburgues 24.10.2014
2. Tolle Sache
diese Weltraum-Forschung. Davon profitieren sicherlich alle Menschen langfristig. Aber immer so zu tun,als seien solche Dinge immer etwas ganz tolles und eine unglaubliche Leistung, ist übertrieben. Man kann davon ausgehen,dass jede OECD-Nation heutzutage eine Mondlandung technisch hinbekommt. Ob sie es denn aus Kostengründen oder nationalistischen Motiven auch will,ist eine ganz andere Frage. Vielleicht sollte man erstmal sein Armutsproblem im eigenen Land in den Griff bekommen...
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