Partielle Finsternis Deutschlands Süden kann auf Mondspektakel hoffen

Der Mond wird sich am Dienstagabend wieder in den Erdschatten schieben. Rostrot wird er dann am Himmel stehen. In Deutschland dürfte das Spektakel eher im Süden zu bewundern sein.
Partielle Mondfinsternis in Rothenburg ob der Tauber (Bayern) im August 2017

Partielle Mondfinsternis in Rothenburg ob der Tauber (Bayern) im August 2017

Foto: Jens Hackmann / kopfgeist-arts.de / dpa

Auf den Tag genau zum 50. Jubiläum des Starts der Mondlandemission Apollo 11, erlebt Deutschland in der Nacht zum Mittwoch eine partielle Mondfinsternis: Der Erdtrabant wird sich in der Nacht zum Mittwoch verfinstern und rostrot am Himmel stehen.

Los geht es kurz nach 22 Uhr, dann wird der Mond seinen ersten Kontakt mit dem Kernschatten der Erde haben. Anschließend steigt er langsam höher und das Stück, das an seinem linken oberen Rand nicht mehr zu sehen ist, wird größer. Zum Maximum des kosmischen Schauspiels gegen 23.30 Uhr sind knapp zwei Drittel des Mondes vom Erdschatten bedeckt.

Eine gute Sicht werden vor allem Schaulustige im Süden Deutschlands haben. "Südlich des Mains sind die Chancen am größten", so Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst. Die Wolkenverteilung sei über Deutschland zurzeit zweigeteilt, sagte der Meteorologe. Das werde auch in der Nacht zum Mittwoch so sein. Über dem Norden gebe es eine dichte Bewölkung. Mit Glück könne aber in Richtung Nordosten die Wolkendecke auch mal aufbrechen und den Blick auf den Mond freigeben.

Aus dem Archiv: Bilder der partiellen Mondfinsternis im August 2017

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Partielle Mondfinsternis in Deutschland: Mann im Mond

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Mond, Erde und Sonne stehen dann auf einer Linie. "Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum", teilte die Vereinigung der Sternenfreunde im hessischen Heppenheim mit. Nach der partiellen Mondfinsternis in der Nacht zum Mittwoch ist erst einmal Geduld angesagt. "Dies ist die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022", schreiben die Sternenfreunde. Die nächste von hier aus sichtbare totale Finsternis findet am 7. September 2025 statt.

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Die auffallende Färbung des Mondes kommt dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge davon, dass rotes Licht der Sonnenstrahlen in der Erdatmosphäre gebrochen und in Richtung Mond gelenkt werden. Zusätzlich würden unter anderem Staub und Asche in der Hochatmosphäre die Färbung verstärken. Nach Angaben des DLR wird auch die Internationale Raumstation ISS oberhalb des teilverfinsterten Mondes als heller Lichtpunkt am Himmel zu sehen sein.

Dass derzeit viel über den Mond gesprochen wird, hat nicht nur mit der partiellen Mondfinsternis zu tun. Grund ist der 50. Jahrestag der ersten Landung von Menschen auf dem Mond. Neil Armstrong und Buzz Aldrin setzten in den Morgenstunden des 21. Juli 1969 auf dem Erdtrabanten auf. Ihnen folgten zehn weitere Nasa-Raumfahrer. Seit Dezember 1972 waren keine Menschen mehr auf dem Mond. Die US-Regierung hat aber Pläne für eine Rückkehr bis zum Jahr 2024. (Die komplette Berichterstattung zum Jahrestag der Mondlandung finden Sie hier.)

chs/dpa