Raketenstart Raumfahrtschrott kracht auf chinesisches Dorf

Schrott ragt aus einem Haus, Entschädigungen wurden bereits gezahlt: Nach dem Start einer chinesischen Rakete fielen Teile zurück auf die Erde. Ein Dorf wurde getroffen, berichtet die örtliche Zeitung.

Start von chinesischer Rakete in der Nacht zum Montag: Trümmer fielen auf die Erde
AFP

Start von chinesischer Rakete in der Nacht zum Montag: Trümmer fielen auf die Erde


Kurz nach dem Start einer Chang'e-3-Rakete hat Raumfahrtschrott im Zentrum Chinas offenbar zwei Gebäude zerstört. Wie die örtliche Tageszeitung "Xiaoxiang Morning Post" am Dienstag berichtete, krachten die Teile etwa 1000 Kilometer vom Raumfahrtzentrum Xichang im Südwesten des Landes entfernt in ein Dorf.

Auf Fotos war zu sehen, dass ein Wohnhaus und eine Scheune getroffen wurden. Aus dem Dach des Hauses ragte ein Teil, das aussah wie die Spitze einer Rakete.

Nach Angaben von Einwohnern, die von der Zeitung befragt wurden, gab es keine Verletzten. In dem Bericht war davon die Rede, dass zwei betroffene Einwohner mit umgerechnet gut 1300 Euro beziehungsweise etwa 750 Euro entschädigt worden seien. In der Provinz Hunan, wo der Raumfahrtschrott niederging, war es in der Vergangenheit bereits häufiger zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

China hatte in der Nacht zum Montag sein erstes Landegerät, den Rover "Yutu" ("Jade-Kaninchen"), zum Mond geschickt. Er soll Mitte Dezember auf dem Erdtrabanten landen. China wäre damit die dritte Nation nach den USA und der früheren Sowjetunion, die eine Mondlandung vollbringt. Der Rover ist der nächste Schritt im ehrgeizigen chinesischen Weltraumprogramm, das bis zum Jahr 2020 den Aufbau einer ständig bemannten Raumstation vorsieht.

boj/AFP

insgesamt 24 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hubertausdernähe 03.12.2013
1. Kinesen...
Ich hätte nichts anderes von den Chinesen erwartet. Mit dem westlichen Knowhow können die einfach nicht mithalten.
Spiegeluniversum 03.12.2013
2.
Weiß jemand, warum die CNSA keine Raumflughäfen an der Ostküste hat? Einer der schlimmsten Unfälle der Raumfahrtgeschichte ereignete sich in China: https://en.wikipedia.org/wiki/Intelsat_708 Ein Weltraumhafen wird gerade an der Ostküste Hainans gebaut: https://en.wikipedia.org/wiki/Wenchang_Satellite_Launch_Center
Kialar 03.12.2013
3.
Zitat von sysopAFPSchrott ragt aus einem Haus, Entschädigungen wurden bereits gezahlt: Nach dem Start einer chinesischen Rakete fielen Teile zurück auf die Erde. Ein Dorf wurde getroffen, berichtet die örtliche Zeitung. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nach-start-von-rakete-in-china-schrott-faellt-auf-dorf-a-936893.html
Ach, Leute. Gebt euch doch einmal ein bisschen Mühe. Chang'e-3 ist die MISSION (Mondgöttin 3). Die Rakete ist von Typ Changzheng 3B (Langer Marsch 3B) gewesen. Entweder man schreibt es startete die Rakete vom Typ Langer Marsch 3B oder die Mission Chang'e-3 begann mit dem Start einer Rakete vom Typ Langer Marsch 3B. Aber doch nicht "die Chang'e-3-Rakete" ..... Das ist genauso als hätte man 1972 bei der Apollo 16-Mission geschrieben: "Kurz nach dem Start der Apollo-16-Rakete", obwohl es aber eine Saturn V war. Machmal machen diese inhaltlichen Unkorrektheiten echt keinen Spass. Und so ist das halt mit Raketen. Das allermeiste fällt eben mangels Fluchtgeschwindigkeit wieder runter. Da geht drumrum auch mal was kaputt.
Kracher 03.12.2013
4. Und wieder hat es gekracht ...
... warum nicht einfach "stürzten"?
Tiananmen 03.12.2013
5.
Zitat von hubertausdernäheIch hätte nichts anderes von den Chinesen erwartet. Mit dem westlichen Knowhow können die einfach nicht mithalten.
Finde ich auch. Die sollen sich mal unsere eigenen deutschen Mondlandungen als Vorbild nehmen! Welche Nation sonst hat sogar auf den Mond einen Daimler stehen? Mann, Sie haben glaube ich die letzten 10 Jahre komplett verschlafen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.