Nasa-Rakete gestartet "Curiosity" auf dem Weg zum Mars

Er ist unterwegs: Die Nasa hat am Samstag eine Trägerrakete mit dem Forschungsroboter "Curiosity" zum Mars abgeschossen. Der Roboter soll im August 2012 ankommen und nach Wasser und Spuren von organischem Leben suchen. An Bord: ein chemisches Labor, Videokameras und ein Laser.

Cape Canaveral/Berlin - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat am Samstag ihre neue Mars-Mission gestartet. Eine Trägerrakete vom Typ Atlas V hob kurz nach 16 Uhr deutscher Zeit planmäßig ab. An Bord befindet sich der Forschungsroboter "Curiosity" ("Neugier"), der neue Erkenntnisse über mögliches Leben auf dem Mars zur Erde funken soll, wenn er nach 570 Millionen Kilometern Weg im August 2012 an seinem Ziel ankommt.

Mit dem technisch hochgerüsteten Rover will die Nasa ein neues Kapitel in ihrer Marsforschung aufschlagen. Die notwendigen technischen Finessen dafür befinden sich an Bord des sechsrädrigen Roboters: Von Röntgenaugen bis zum Lasergerät ist alles für die Mission vorhanden.

"Curiosity" ist so groß wie ein Geländewagen. Mit einer Geschwindigkeit von 19.000 Stundenkilometern nähert sich der Doppeldecker dem Roten Planeten, dann bremst er mit Hilfe von Düsen und einem Fallschirm ab, um den 900 Kilogramm schweren Rover am Ende langsam an Seilen auf dem Marsboden abzusetzen - als würde er an einem Kranarm hängen.

Die Nasa selbst spricht von einem riskanten Manöver, aber sie hatte keine andere Wahl: Für Luftkissen, wie sie bisher bei Landeaktionen für ein sanftes Aufsetzen verwendet wurden, ist der Rover mit all seinen Instrumenten einfach zu schwer.

Um seine Forschungsaufgaben zu erfüllen, bringt "Curiosity" zehn ausgeklügelte Instrumente mit. So kann der Roboter etwa mit zwei an einem Mast befestigten Kameras dreidimensionale Aufnahmen machen und Panoramafotos liefern. Er verfügt über einen Laser, der die chemische Zusammensetzung des Marsbodens in einem Radius von rund sechs Metern erfassen kann, über einen zwei Meter langen Roboterarm und einen Bohrer, um Gesteinsproben zu sammeln. Im seinem Bauch beherbergt "Curiosity" die nötigen Vorrichtungen zur Analyse.

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kuz/AFP
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