Nasa-Sonde "Juno" schickt erstes Bild vom Jupiter

Weltraumsonde "Juno" hat das erste, etwas unscharfe Bild vom Jupiter zur Erde geschickt. Hoch aufgelöste Aufnahmen erwartet die Nasa Ende August, wenn die Sonde dem Planeten näherkommt.

Das erste Bild: Weltraumsonde "Juno" hat Jupiter fotografiert
DPA/ NASA

Das erste Bild: Weltraumsonde "Juno" hat Jupiter fotografiert


Rund eine Woche nach der Ankunft am Jupiter hat die Weltraumsonde "Juno" erstmals Fotos geschickt. Das erste Bild sei am Sonntag empfangen worden, nachdem die Kamera an Bord der Sonde wieder angeschaltet worden war, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der Nacht zum Mittwoch mit. Die Aufnahme zeige den größten Planeten unseres Sonnensystems und drei seiner Monde.

"Diese Szene von der "JunoCam" bedeutet, dass sie ihren ersten Flug durch die extreme Strahlung des Jupiter unbeschädigt überstanden hat und dass sie jetzt bereit ist, den Jupiter genauer zu untersuchen", sagte Nasa-Manager Scott Bolton. Die ersten Bilder sind allerdings noch in relativ niedriger Auflösung. Hoch aufgelöste Fotos soll "Juno" erst Ende August machen, wenn sie sehr nah an den Jupiter herankommt.

Bis Februar 2018 soll die rund 3500 Kilogramm schwere Sonde den Jupiter umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten erforschen. Danach will die Nasa die Sonde kontrolliert zum Absturz bringen. Die Forschung am Jupiter ist allerdings alles andere als einfach.

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Sonde "Juno": Blick unter dicke Wolken

Extreme Strahlung, starkes Magnetfeld

Während der Zeit am Jupiter wird "Juno" so viel Strahlung ausgesetzt sein wie mehr als 100 Millionen Röntgenbilder beim Zahnarzt verursachen. Deswegen hat die Sonde eine Titanhülle. Außerdem befindet sich unter den Jupiter-Wolken ein starkes Magnetfeld mit Wasserstoff unter Hochdruck.

"Juno" hatte den Planeten in der vergangenen Woche nach fünf Jahren Flug erreicht. Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Zuvor hatten unter anderem "Pioneer 10" 1973, die beiden "Voyager"-Sonden 1979 und die deutsch-amerikanische Sonde "Galileo" ab Mitte der Neunzigerjahre Daten vom Jupiter gesammelt. So nah wie "Juno" kamen sie dem Planeten aber nicht.

jme/dpa



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