Vorbereitung auf Marslandung Größter Fallschirm der Raumfahrt öffnete sich nicht

Zum zweiten Mal hat die Nasa eine Art Untertasse fliegen lassen, die eines Tages auf dem Mars landen soll. Auch bei diesem Test gab es Probleme. Die Untertasse stürzte in den Pazifik.

NASA

Um sich auf künftige Mars-Landungen vorzubereiten, hat die US-Weltraumbehörde Nasa erneut eine Art fliegende Untertasse mit einem riesigen Landefallschirm erprobt. Bei dem Test, den die Nasa live übertragen hat, gab es allerdings erneut Schwierigkeiten.

Zunächst verzögerte sich der Start aufgrund des Wetters um mehrere Tage. Am Montag schließlich startete ein riesiger Heliumballon mit dem neuartigen Gefährt von einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Hawaii. Nach drei Stunden Fahrt wurde die drei Tonnen schwere Untertasse entkoppelt und von einer Rakete in eine Höhe von knapp 55 Kilometern über dem Pazifik gebracht.

Größter Fallschirm der Raumfahrtgeschichte

Danach sollte das Gefährt dank des größten Fallschirms in der Raumfahrtgeschichte heil zur Erde zurückkehren. Der Fallschirm von 30 Metern Durchmesser öffnete sich allerdings nicht vollständig, die Untertasse stürzte in den Pazifik. Die Nasa will sich nach der Auswertung des Flugdatenschreibers eingehender zu dem Test äußern.

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Zweiter Versuch: Fliegende Untertasse über Hawaii
Vor knapp einem Jahr hatte die Nasa die fliegende Untertasse zum ersten Mal getestet. Auch damals hatte sich der Fallschirm nicht richtig geöffnet, sodass das Gefährt ins Meer stürzte. In der Zwischenzeit hat die Nasa den Fallschirm modifiziert.

Da die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist, müssen Fallschirme, die die Landung von Raumgefährten ermöglichen sollen, besonders stark sein. Die neue Generation von Fallschirmen, die derzeit getestet wird, soll bemannte Mars-Missionen möglich machen. Ein dritter Test ist für den Sommer 2016 geplant.

Video: Sehen Sie hier Aufnahmen vom Testflug im Jahr 2014

AFP/ NASA/ JPL/ CALTECH

jme/AFP



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Seite 1
kl1678 09.06.2015
1. technischer rückschritt
es ist schon seltsam, dass die NASA immer noch nicht den technischen Stand der 60er Jahre erreicht hat und auf den Fallschirm ganz verzichtet, wie auf dem Mond. Das Standardargument ist da, glaube ich, dass ein Mensch an den Steuerdüsen die Sache erleichtert im Vergleich zur Landung einer unbemannten Sonde. Allerdings sind die Computer ja mittlerweile so weit, dass jedes Verkehrsflugzeug automatisch landen kann und Autos allein den Fürherschein machen können. Nun gut, im Grunde hapert es ja bereits mit den Raketen (Technik der 1940er).
doedelheimer 09.06.2015
2.
"Da die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist, müssen Fallschirme, die die Landung von Raumgefährten ermöglichen sollen, besonders stark sein." NÖÖÖ! Die Atmosphäre ist sehr sehr dünn, die Schwerkraft geringer => der Schirm muß GRÖSSER als auf der Erde sein, aber insgesamt geringere Kräfte übertragen - nix "besonders stark"
cindy2009 09.06.2015
3. Käsemond
Zitat von kl1678es ist schon seltsam, dass die NASA immer noch nicht den technischen Stand der 60er Jahre erreicht hat und auf den Fallschirm ganz verzichtet, wie auf dem Mond. Das Standardargument ist da, glaube ich, dass ein Mensch an den Steuerdüsen die Sache erleichtert im Vergleich zur Landung einer unbemannten Sonde. Allerdings sind die Computer ja mittlerweile so weit, dass jedes Verkehrsflugzeug automatisch landen kann und Autos allein den Fürherschein machen können. Nun gut, im Grunde hapert es ja bereits mit den Raketen (Technik der 1940er).
Ihnen ist schon klar, dass die Schwerkraft auf dem Mond wesentlich geringer ist, als auf z.B. dem Mars? Und dass der Mond keine nennenswerte Atmosphäre besitzt, welche eine Einsatz von Fallschirmen erst ermöglichen könnte? Und dass und dass und ... Ach ja, Raketen haben eine grössere Masse als Fallschirme und Gewicht kostet wirklich Geld in der Raumfahrt. Aber wenn Sie es besser können, nur zu!
shiftee 09.06.2015
4.
@kl1678: Selten so einen Schwachsinn gelesen. Warum möchte man wohl beim Mars einen Fallschirm verwenden, obwohl das beim Mond nicht (ging) gemacht wurde? Um sich diese Frage selbst zu beantworten muss man kein Einstein (wie sie) sein...
spon-facebook-10000253305 09.06.2015
5. @kl1678
Bitte erkundigen sie sich mal eingehender mit der Frage warum die Nasa zu solch einem "Rückschritt" greift: - auf dem Mond würde ein Fallschirm keinen Sinn haben, da quasi keine Atmosphäre. Zudem hat der Mond eine wesentlich geringere Anziehungskraft. Technisch deutlich einfacher... - "automatisches landen" erfordert ein entsprechends Navigationssystem - auf der Erde per Satellit. Sowas gibt es um den Mars nicht und wäre teuer....
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