Spektakuläre Bilder aus dem All Eisriese Neptun so klar zu sehen wie seit 30 Jahren nicht

Das Weltraumtraumteleskop »James Webb« macht es möglich: Der Neptun erscheint in neuem Licht, seine Ringe sind deutlich zu sehen. Die Aufnahme weist auch auf unerforschte Bedingungen auf dem Planeten hin.
Neptun

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Foto: Joseph DePasquale / NASA / ESA / CSA / STScI

Aufnahmen von Jupiter veröffentlichte die US-Weltraumbehörde Nasa schon im August, nun ist auch der äußerste bekannte Planet unseres Sonnensystems besonders detailreich zu sehen: Eine spektakuläre neue Aufnahme des Neptun ist mit dem Weltraumteleskop »James Webb« gelungen. Auf dem Bild sind die Ringe des Eisriesen in außergewöhnlicher Deutlichkeit zu sehen, wie die europäische Raumfahrtagentur Esa mitteilte . Einige der Ringe seien seit dem Vorbeiflug von »Voyager 2« im Jahr 1989 überhaupt nicht mehr zu sehen gewesen. Auch die Staubbänder um den Planeten herum seien klar zu erkennen.

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Eine dünne helle Linie um den Äquator könnte demnach ein Anzeichen für die atmosphärische Zirkulation sein, die Neptuns Winde und Stürme antreibt. Der Nordpol sei für das Teleskop gerade nicht mehr sichtbar. Die Aufnahmen deuteten aber auf eine ungewöhnliche Helligkeit in der Region hin.

»James Webb« wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa (Esa), den USA (Nasa) und Kanada (CSA) gebaut und war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet – nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte. Mitte Juli waren die ersten Aufnahmen des Teleskops veröffentlicht worden und hatten die bislang tiefsten und detailreichsten Einblicke in den Weltraum geliefert. Nach Angaben der Esa ist es das größte und leistungsstärkste Teleskop, das je ins All geschossen wurde.

Neptun ist 30-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und kreist in einem der lichtschwächsten Bereiche unseres Sonnensystems. Wie die Esa in der Mitteilung schreibt, sei die Mittagszeit auf Neptun von der Helligkeit her mit der Dämmerung auf der Erde vergleichbar.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, dass Neptun auf der Aufnahme »in besonderer Schärfe« sichtbar sei. Tatsächlich ist der Planet durch das »James Webb«-Teleskop jedoch nicht in neuer Schärfe, sondern mit mehr Details zu sehen. Die entsprechende Stelle haben wir korrigiert.

tfb/dpa
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