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Camerons Pläne: Mars in 3D?

Foto: Laurent Gillieron/ dpa

Neue Kamera für Rover Hollywood-Regisseur will Mars in 3-D filmen

Vorbild "Avatar": Nach seinem erfolgreichen Kinofilm will Star-Regisseur James Cameron nun auch einen Marsrover mit einer 3-D-Kamera ausstatten. Die Nasa zeigt anscheinend Interesse.

In seinem Kinofilm "Avatar" hat der Regisseur James Cameron eine fiktionale Welt dreidimensional dargestellt. Nun will Cameron auch Filme des realen Weltraums in drei Dimensionen zeigen. Der Oscar-Preisträger setzt sich dafür ein, dass die US-Raumfahrtbehörde Nasa den nächsten Marsrover mit einer hoch entwickelten 3D-Kamera ausstattet.

Wie die Zeitung "Pasadena Star-News" am Donnerstag berichtete , sei Cameron bei Nasa-Direktor Charles Bolden vorstellig geworden. "Unser erstes Treffen lief sehr gut ab", sagte Cameron dem Blatt. Der Regisseur habe sich über Sparmaßnahmen hinwegsetzen und die Wissenschaftler davon überzeugen können, dem Rover "Curiosity" eine 3-D-Kamera mit auf den Weg zu geben. Das Gerät solle am Mast des Roboters befestigt werden.

"Curiosity" (auf Deutsch: Neugier) soll nach zahlreichen Verzögerungen 2011 zu seiner Reise zum Mars starten. Um Geld zu sparen waren 2007 Pläne für eine 3-D-Kamera zunächst auf Eis gelegt worden. "Es ist total aufregend, nun wenigsten an einem winzigen Teil der Mission beteiligt zu sein", sagte Cameron, der bei der Konstruktion der Kamera als Berater mitwirkt

Fremde, farbenprächtige Welt

Für seinen Science-Fiction-Streifen "Avatar - Aufbruch nach Pandora" hatte der Filmemacher spezielle 3-D-Techniken entwickelt. Erzählt wird darin die Geschichte über den gewaltsamen Vorstoß der Menschen in eine fremde, farbenprächtige Welt. Das Epos über blaue Außerirdische hat an den Kinokassen weltweit über 2,6 Milliarden Dollar eingespielt und damit "Titanic" als erfolgreichsten Film aller Zeiten abgelöst.

Auch US-Präsident Obama steht dem Mars positiv gegenüber. Mitte April hatte er sich trotz massiver Sparzwänge zur bemannten Raumfahrt bekannt. Obama will bis 2025 Menschen zum Roten Planeten schicken. "Eine Landung auf dem Mars wird folgen, und ich werde dabei zusehen", hatte der Präsident bei der Vorstellung seiner Weltraumpläne im Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida gesagt. Mitte der dreißiger Jahre des 21. Jahrhunderts rechne er damit, dass Astronauten Fuß auf den Roten Planeten setzen.

Auch Europäische Forscher werkeln an Mars-Fahrzeugen. Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat ihre geplante Mars-Mission allerdings wegen Geldmangels und technischer Probleme um zwei Jahre auf 2013 verschoben. Die Europäer wollen dann mit einem eigenen Rover nach Spuren von Leben suchen und bemannte Missionen vorbereiten.

boj/dpa/AFP
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