Perseiden-Schauer Hier sehen Sie den Sternschnuppenregen heute am besten

August ist Sternschnuppenzeit, dieses Jahr rechnen Astronomen mit einem besonders kräftigen Perseiden-Schauer. Allerdings könnten Wolken die Sicht versperren. Wir verraten, wo Sie die besten Chancen haben.

Sternschnuppengucker auf dem Feldberg im Taunus 2015
DPA/ Jan Eifert

Sternschnuppengucker auf dem Feldberg im Taunus 2015


In der Nacht zum Freitag erwartet Himmelsbeobachter mit etwas Glück ein ganz besonderes Schauspiel: Vor allem in der zweiten Nachthälfte werden Hunderte Sternschnuppen auf die Erde regnen. Sie entstammen dem Perseidenstrom, den die Erdbahn jedes Jahr im August kreuzt. Zwischen 23.00 und 4.00 Uhr ist die beste Zeit, um die Sternschnuppen zu beobachten - vorausgesetzt, der Himmel ist nicht bedeckt.

Das Wetter wird Beobachtern allerdings an vielen Orten in Deutschland vermutlich einen Strich durch die Rechnung machen. "Es sieht leider nicht so gut aus", sagte der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Deutschland liegt überwiegend unter einer Wolkendecke. Die besten Chancen gibt es im Osten von Brandenburg, Sachsen und Bayern, vor allem bis 2 Uhr. Danach sollen auch dort Wolken aufziehen.

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Sternschnuppen: Freie Sicht auf den Perseidenregen

Die Perseiden scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen, das im Nordosten aufgeht. Es ist ihr Namensgeber. Tatsächlich aber entstehen sie, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne auf den Teilchenstrom trifft, den der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner elliptischen Bahn um unser Zentralgestirn zurücklässt. Fliegt die Erde durch seine Staubspur, gelangen stecknadelkopfkleine Kometenpartikel in die Atmosphäre und erzeugen Sternschnuppen.

Der Kometenstaub dringt mit mehr als 200.000 Kilometern pro Stunde in die Lufthülle. Dabei presst der Partikelsturm die Luft so stark zusammen, dass sie sich auf mehr als 3000 Grad erhitzt - und glüht. Mit ihrer Geschwindigkeit gehören die Perseiden zu den schnellsten Sternschnuppen, erklärt der Astronom Hans-Ulrich Keller aus Stuttgart.

Wer freie Sicht hat, kann dieses Jahr außerdem besonders viele Sternschnuppen erspähen. Der Grund: Jupiter kreuzt - wie etwa alle zwölf Jahre - die Kometenlaufbahn, erklärt Keller. Die Schwerkraft des Gasriesen lenkt den Hauptteil der Trümmerstücke, die vom Kometen stammen, näher an die Erdbahn heran. Bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde erwarten Astronomen deshalb.

jme/dpa

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