Sonnensturm am Wochenende: Leuchtender Himmel über USA
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Sonnensturm am Wochenende: Leuchtender Himmel über USA

Polarlichter Sonnensturm verlief glimpflich

Örtlich leuchtete der Himmel, Schäden gab es offenbar keine: Ein Sturm geladener Teilchen von der Sonne hat die Erde erreicht, doch seine Geschwindigkeit war niedriger als angenommen. Das Ereignis dauert noch ein paar Tage an.

Extreme Sonnenstürme in der Vergangenheit

12 n. Chr. Kaiser Tiberius sendet wegen flackernder Polarlichter Löschmannschaften in den Hafen von Ostia
1859 Ein starker Sonnensturm führt zur Unterbrechungen der gerade installierten Telegrafenverbindungen weltweit
1921 Signalausfall bei der New York Central Railroad sowie Ausfall von Telegrafen- und Telefonleitungen in Amerika und Europa. In Schweden brennt eine Telefonstation aus.
1972 Starker Teilchenschauer kurz vor Landung von "Apollo 17"
1984 Ausfall des Hochfrequenzfunks der US-Präsidentenmaschine "Air Force One" auf einem Flug von Amerika nach China mit Präsident Ronald Reagan an Bord
1989 Stundenlanger Ausfall des Stromnetzes in Québec (Kanada), sechs Millionen Menschen sind betroffen. Manche Satelliten verlieren mehrere hundert Meter Flughöhe.
1994 Ausfall von drei Kommunikationssatelliten
1997 Verlust des Kommunikationssatelliten "AT Telstar 401"
2002 Verlust der japanischen Marssonde "Nozomi"
2003 Einer der schnellsten Sonnenstürme in den Aufzeichnungen führt unter anderem zu einem mehrstündigen Stromausfall in Schweden, einem Ausfall des europäischen Flugradars, zur Verschiebung von mehr als 60 Flügen in den USA und dem Verlust des rund 390 Millionen Euro teuren Forschungssatelliten "Midori 2".
Vom Göttinger Sonnenphysiker Volker Bothmer aufgelistete Beispiele von Schäden durch stürmisches Weltraumwetter
boj/dapd