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19. Oktober 2017, 11:24 Uhr

Problem bei Sojus-Landung

Druckabfall in der Kapsel

Bei der Landung von drei Raumfahrern im April gab es einen Vorfall mit einer russischen Sojus-Kapsel. Das wurde erst jetzt bekannt.

Als die Raumkapsel rund 8000 Meter über der Erde war, schlug eine Schnalle des sich öffnenden Fallschirms gegen eine Schweißnaht der Hülle. Luft entwich, in der Sojus kam es zu einem Druckabfall. Von diesem Vorfall kurz vor der Landung einer Sojus im April berichtete der Nasa-Mitarbeiter Thomas Stafford auf einer Sitzung, berichtet das Portal spacenews.com.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte den Druckabfall. Es habe einen Defekt beim Öffnen des Fallschirms gegeben, sagte Raumfahrtchef Igor Komarow der Agentur Tass. "Alles ist innerhalb der Erdatmosphäre passiert und hatte keinen Einfluss auf die Besatzung", sagte er.

"Keine Gefahr für die Mannschaft"

Die Mannschaft trug ihre Raumanzüge, daher bestand nach Aussage von Komarov keine Gefahr. Es seien bereits Maßnahmen getroffen worden, dass sich ein solch unwahrscheinlicher Vorfall nicht wiederhole. Komarow sagte, Roskosmos und die Nasa hätten den Fall analysiert und seitdem bereits wieder erfolgreiche Landungen ausgeführt.

Am 10. April war die Sojus MS-02 mit dem Amerikaner Shane Kimbrough sowie den Russen Andrej Borissenko und Sergej Ryschikow zur Erde zurückgekehrt. Die Landung verlief wegen starken Windes härter als gewöhnlich.

Derzeit sind Astronauten der US-Weltraumagentur Nasa und der europäischen Agentur Esa bei bemannten Flügen zur Internationalen Raumstation ISS auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms kann die Nasa keine Astronauten mehr ins All schicken. Stattdessen zahlt sie Roskosmos für die Flüge. In den USA gibt es Pläne, künftig per Mietrakete aus der Privatwirtschaft Astronauten zu transportieren. Schon jetzt führt das Unternehmen SpaceX Versorgungsflüge zur ISS durch.

brt/dpa

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