Raumfähre "Discovery" Antennenausfall verzögert Shuttle-Inspektion

Die Space Shuttles der Nasa bleiben auch bei ihren letzten Flügen nicht von Pannen verschont. Die Besatzung der "Discovery" hat jetzt im All den Hitzeschild der Raumfähre mit einer Videokamera auf Schäden untersucht. Zur Erde funken kann sie die Bilder allerdings nicht.

Kennedy Space Center: Spektakulärer Nachtstart der "Discovery" am Ostermontag
AP

Kennedy Space Center: Spektakulärer Nachtstart der "Discovery" am Ostermontag


Cape Canaveral - Es ist der viertletzte Shuttle-Flug überhaupt, und wieder einmal gibt es technische Probleme. Wie nach jedem Start wollte die Besatzung der "Discovery" den Hitzeschild auf mögliche Schäden untersuchen. Dazu wird der Roboterarm der Raumfähre ausgefahren, an dem eine Videokamera befestigt ist. Die Bilder werden normalerweise direkt zur Erde gefunkt, damit Nasa-Experten sie auswerten können.

Weil die Antenne für die Übertragung großer Datenmengen jedoch ausgefallen ist, müssen die Videobilder erst einmal an Bord aufgezeichnet werden. Nach Nasa-Angaben sollen die Daten nach dem Ankoppeln der "Discovery" an die Internationale Raumstation (ISS) zur Erde übertragen werden. Das Manöver ist für Mittwoch geplant.

Die "Discovery" war am Montag vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral gestartet. Die Raumfähre bringt mit dem Mehrzweck-Logistik-Modul "Leonardo" Ausrüstung und wissenschaftliches Material ins All. Dazu gehört auch das vierte und letzte Schlafquartier für die Besatzung der ISS. Insgesamt transportiert die "Discovery" zehn Tonnen Material in den Orbit.

Während der aktuellen Mission sind drei Außeneinsätze der Space-Shuttle-Astronauten geplant. Sie sollen einen leeren Ammoniak-Tank zur Kühlung der ISS austauschen und ein außen am japanischen Modul angebrachtes Experiment zurückholen. Zudem ist die Auswechslung eines fehlerhaften Steuerungsinstruments geplant.

Bis zum September sind noch drei Shuttle-Starts vorgesehen. Danach sollen die "Discovery" sowie ihre Schwesterschiffe "Atlantis" und "Endeavour" aus Sicherheits- und Kostengründen außer Dienst gestellt werden. In Zukunft sollen Transporter aus Russland, Japan und Europa Menschen und Material ins All befördern.

hda/Reuters

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.