Chinas Raumfahrt Mission "Jade-Kaninchen" ist startbereit

China setzt seine wissenschaftliche Aufholjagd fort: In wenigen Tagen will das Land sein erstes Mondfahrzeug zu dem Erdtrabanten schicken. Es soll erstaunlich flott sein und 30-Prozent-Steigungen überwinden können.

"Jade-Kaninchen": Chinesisches Mondfahrzeug auf Sprung zum Erdtrabanten
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"Jade-Kaninchen": Chinesisches Mondfahrzeug auf Sprung zum Erdtrabanten


China schickt in wenigen Tagen sein erstes Mondfahrzeug auf den Erdtrabanten: Das Vehikel werde Anfang Dezember mit einer Rakete zum Mond aufbrechen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag. Ein präzises Datum wurde nicht genannt. Das Weltraumauto wurde in Anlehnung an die Landesmythologie "Yutu" (Jade-Kaninchen) genannt. Es ist der nächste Schritt des ehrgeizigen chinesischen Weltraumprogramms, das bis 2020 den Aufbau einer unbemannten Mondstation vorsieht.

Ein Modell von "Yutu" hatten die Behörden Anfang des Monats präsentiert. Der Vizekommandeur des Mondprogramms, Li Benzheng, teilte mit, dass das Fahrzeug drei Monate lang den Mond erkunden soll. Das goldfarbene Fahrzeug mit sechs Rädern und Solarflügeln soll mit einem flotten Tempo von bis zu 200 Metern pro Stunde über den Mond rollen und kann angeblich Steigungen von bis zu 30 Prozent bewältigen. Sein Name geht zurück auf ein weißes Kaninchen, dem Haustier der Mondgöttin Chang'e. Den Namen hätten Teilnehmer einer Internetbefragung gewählt, meldete Xinhua.

Gesteinsproben vom Mond holen

Bis 2017 soll ein chinesisches Raumschiff mit Gesteinsproben vom Mond wieder zur Erde zurückkehren. Die Mondflüge sind Teil eines ehrgeizigen chinesischen Raumfahrtprogramms, das neben dem Bau einer Raumstation bis 2020 auch den Aufbau eines eigenen weltumspannenden Navigationssystems vorsieht.

Für Peking ist das vom Militär verantwortete Raumprogramm Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und die wissenschaftlich-technische Aufholjagd gegenüber dem Westen. Auch die russische Raumfahrt ist den chinesischen Aktivitäten noch weit voraus. Das ehrgeizigste Vorhaben Chinas ist die Entsendung eines Taikonauten, wie Astronauten in China genannt werden, zum Mond. Ein Datum dafür gibt es noch nicht.

boj/AFP/dpa

insgesamt 26 Beiträge
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DonCarlos 26.11.2013
1. Wie wird wohl die chinesische Mondfähre aussehen?
Der Vergleich des "Jade-Kaninchens" mit dem Mars Exploration Rover ist sehr deutlich: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/e6/Sofi_Collis_MER.jpg Das Kaninchen kann deswegen so schnell fahren, weil Signale keine 20 Minuten zwischen Mond und Erde unterwegs sind und das Kaninchen somit direkt gesteuert werden kann. Hier eine geheime Studie, wie die chinesische Mondfähre aussehen soll: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/LEM-linedrawing.png
NoName2 26.11.2013
2. 爱丽丝 folgt dem weißen Kaninchen!
Dem weißen Kaninchen soll übrigens bald die erste chinesische Taikonautin mit Namen 爱丽丝 (Alice) folgen. Bin gespannt was Sie auf ihrer wundersamen Reise entdecken wird!
biukskölle 26.11.2013
3. Entwicklungshilfe....
Sehr ambitionierte Ziele, die mich einfach fassungslos machen, wenn man bedenkt das wir den Chinesen bis vor ca.einem Jahr, Entwicklungshilfe gezahlt ...!!!! Und bei uns sterben die in Armut lebenden früher als die anderen...:((
nesmo 26.11.2013
4. Wem gehört der Mond?
Dem, der da ist. Und wieviel davon? Stecken die Chinesen ihre claims ab? Im chinesische Meer sind die Möglichkeiten der expansion eher begrenzt. Arktis und Antarktis verteilen schon andere unter sich. Da bleibt für ein so großes Land nur der Mond und natürlich, aber nur indirekt, Afrika. China things big und hat keine Hemmungen zu kolonialisieren.
herr_kleint 26.11.2013
5. 1969
Zitat von sysopAFPChina setzt seine wissenschaftliche Aufholjagd fort: In wenigen Tagen will das Land sein erstes Mondfahrzeug zum Mond schicken. Es soll erstaunlich flott sein und 30-Prozent-Steigungen überwinden können. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/raumfahrt-china-schickt-noch-2013-rover-zum-mond-a-935691.html
Vielleicht hilft das herauszufinden, ob die Amis 1969 wirklich da oben waren, oder ob es eben doch nur eine Werbeveranstaltung für den Kapitalismus und gegen den Kommunismus war. So wie der Marshallplan.
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