Raumstation ISS Antenne zeigte sich widerspenstig

Probleme mit einer Bord-Antenne haben das Andocken
eines unbemannten russischen Raumfrachters an die Internationale Raumstation ISS um Stunden verzögert. Dann aber lief das Manöver glatt.


Moskau - Die defekte Antenne habe ein Entladen des Transporters vom Typ "Progress" ohne Druckverlust zunächst verhindert, sagte ein Sprecher der Bodenkontrolle. Erst als nach sorgfältiger Prüfung jede Gefahr für die drei Astronauten an Bord, unter ihnen der Deutsche Thomas Reiter, ausgeschlossen werden konnte, gab die Flugleitzentrale bei Moskau grünes Licht für das verspätete Andockmanöver. Das Andocken an sich verlief dem Sprecher zufolge dann reibungslos.

Problematisch: Das russische Raumfrachtschiff "Progress M-58" mit ausgefahrener Antenne nähert sich der ISS
NASA/DDP

Problematisch: Das russische Raumfrachtschiff "Progress M-58" mit ausgefahrener Antenne nähert sich der ISS

Der Raumfrachter "Progress M-58" hatte am Nachmittag planmäßig
die ISS erreicht. Die Verbindungsstelle zwischen Raumstation und angekoppeltem Fluggerät muss hermetisch abgedichtet sein, ehe die Luke der ISS geöffnet werden darf. Anderenfalls droht in der Raumstation ein gefährlicher Druckverlust.

Die "Progress M-58" war am Montag von Kasachstan aus mit einer Sojus-Rakete ins All gestartet. An Bord befanden sich 2,5 Tonnen Fracht: Wasser und Lebensmittel, darunter auch einige
Spezialgerichte des französischen Starkochs Alain Ducasse, sowie Briefe, CDs, DVDs und andere Geschenke für die Crew.

kai/dpa/AP



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