Nasa postet Bild von Proben-Sammlung Rover »Perseverance« bohrt den Mars an

Die Tests sind absolviert, alle Funktionen überprüft, jetzt macht sich der Mars-Rover »Perseverance« an die Arbeit. Die Nasa präsentiert stolz das erste Bohrloch - aus dem aber noch kein Gestein geborgen wurde.
Rechts oben neben dem Schatten, man muss genau hinschauen: das erste Bohrloch. »Perseverance« macht sich an die Arbeit.

Rechts oben neben dem Schatten, man muss genau hinschauen: das erste Bohrloch. »Perseverance« macht sich an die Arbeit.

Foto: HANDOUT / AFP

Der Mars-Rover »Perseverance« hat mit Bohrungen auf der Oberfläche des Roten Planeten begonnen. »Die Probenentnahme ist angelaufen!«, erklärte Nasa-Mitarbeiter Thomas Zurbuchen am Freitag. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte Aufnahmen, auf denen ein kleiner Hügel mit einem Loch in der Mitte neben dem Rover zu sehen war. Man muss sehr genau hinsehen, es ist nur ein kleines Loch im staubigen Grund. Bildunterschrift auf dem Tweet: »Mein erstes Bohrloch. Proben zu nehmen und sie zu lagern ist eine große und komplexe Aufgabe, das ist ein großer Schritt.«

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Die Bohrung ist die erste Etappe eines Probenentnahmeprozesses, der voraussichtlich etwa elf Tage dauern wird. Ziel ist es, nach Anzeichen für uraltes mikrobielles Leben zu suchen, das möglicherweise in alten Seeablagerungen erhalten geblieben ist. Die Wissenschaftler erhoffen sich außerdem ein besseres Verständnis der geologischen Verhältnisse auf dem Mars.

Im ersten Anlauf scheiterte die Sammlung von Proben jedoch. Vom Rover übermittelte Daten zeigten, dass bei der Bohrung kein Gestein eingesammelt wurde. Dies sei zwar nicht das erhoffte Ergebnis, teilte der Nasa-Vertreter Thomas Zurbuchen mit. Doch werde das zuständige Nasa-Team nun an einer Lösung arbeiten.

Im April war es dem Rover erstmals gelungen, aus der Atmosphäre des Mars, die überwiegend aus Kohlendioxid besteht, Sauerstoff zu extrahieren. Auch das ein bedeutender erster Schritt – nie zuvor hat das ein Kundschafter von der Erde bewerkstelligen können.

Insgesamt fünf Gramm Sauerstoff habe »Perseverance« bei seinem ersten solchen Einsatz extrahieren können, meldete die Nasa – das lasse einen Astronauten ungefähr zehn Minuten lang atmen. Sauerstoff könnte auf dem Mars in Zukunft möglicherweise nicht nur für Astronauten zum Atmen gebraucht werden, sondern auch für den Antrieb von Raketen.

Zur Erde kommen die Proben erst im nächsten Jahrzehnt

»Perseverance« hatte vor etwas über einem Jahr Florida verlassen und war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot.

Bis die Wissenschaftler die Proben aber selbst analysieren können, wird es noch Jahre dauern: Erst in den 2030er-Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der europäischen Weltraumagentur (ESA) eine Mission, um die Proben einzusammeln und auf die Erde zurückzuholen. Via Twitter sucht die Nasa schon Crew für eine Simulation der ersten bemannte Mission zum Mars:

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oka/dpa
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