Satellitenbild der Woche Feuerwalze über dem "Golden State"

Mehr als 200.000 Hektar Land sind bereits verwüstet, und noch immer lodern Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien. "Das Feuer ist wie ein großes wütendes Tier", sagen die Retter. Selbst aus dem All lassen sich die Folgen der Feuerwalze erkennen.


Big Sur - Rund 1800 Brände sind seit dem 20. Juni im US-Bundesstaat Kalifornien, dem "Golden State" ausgebrochen. Dabei sind mehr als 204.000 Hektar Land verwüstet worden. Nach Angaben der kalifornischen Rettungsdienste sind viele Feuer inzwischen unter Kontrolle, doch die felsige Landschaft und starke Winde vom Pazifik erschweren die Löscharbeiten.

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ESA

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Selbst aus dem All lassen sich die Rauchschwaden gut erkennen, wie dieses Bild des Esa-Satelliten "Envisat" zeigt. Unter anderem bedrohen die Feuer die Touristenstadt Big Sur. Mehrere Luxushotels in der Stadt, die auf halbem Weg zwischen San Francisco und Los Angeles liegt, wurden evakuiert. Auch an weiteren Stellen hat die Feuerwehr zu kämpfen, so musste ein 50 Kilometer langer Abschnitt des entlang der Küste verlaufenden Highway 1 gesperrt werden. "Das Feuer ist wie ein großes wütendes Tier", sagte Darby Marshall von der Katastrophenschutzbehörde im Bezirk Monterey. Ein Feuerwehrmann in Mendocino County starb am Freitag bei den Löscharbeiten.

Die Flammen trieben auch zahlreiche Tiere aus den Wäldern. Bären und Hirsche flüchteten auf Straßen, Bussards kreisten in der Höhe. Grund für die Brände sind vor allem Blitzeinschläge - und die anhaltende Trockenheit. Auch in den kommenden Tagen soll sich das Wetter in Kalifornien kaum ändern. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass der Bundesstaat unter extremer Dürre leidet.

chs/AP/AFP



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