Satellitenbild der Woche Kühler Zwillingswirbel

Fernsehbilder von Wirbelstürmen kennt man aus den Tropen. Aber auch in gemäßigten und kühleren Breiten kommen sie vor - und treiben einen bedeutenden Teil des globalen Wetters an. Der Satellit "Terra" nahm sogar vor Island zwei Zwillingswirbel auf.


Zyklone, Taifune und Hurrikane wähnt man in warmen Weltgegenden - etwa über dem äquatorialen Atlantik, im Golf von Mexiko, im Westpazifik oder im nördlichen Indischen Ozean. Nicht zuletzt heißen die Wetterphänomene tropische Wirbelstürme.

Nicht über den Tropen: Dieser Wirbelsturm dreht sich zwischen Island (oben) und Schottland (unten rechts) - sein kühler Zwilling folgt von Westen
NASA

Nicht über den Tropen: Dieser Wirbelsturm dreht sich zwischen Island (oben) und Schottland (unten rechts) - sein kühler Zwilling folgt von Westen

Dieses Satellitenbild nahm der "Terra"-Satellit der US-Raumfahrtbehörde Nasa allerdings weder vor der US-amerikanischen Ostküste, noch in Ostasien auf. Die beiden Stürme umwirbeln das kalte Island.

Solche Sturmspiralen können sich auch in kühleren Gegenden formen. "Zyklone in höheren und mittleren Breiten sind sogar ziemlich verbreitet und sie treiben einen Großteils des Wetters auf der Erde an", teilte die Nasa mit.

Wie überall auf der Nordhalbkugel drehen sich auch die Spiralen dieser Stürme gegen den Uhrzeigersinn. Relativ geringer Luftdruck in der Mitte der Stürme führt dazu, dass von außen Luft hinzuströmt. Dass beide Wirbelströme von derselben Wolkenmasse zu zehren scheinen, führt dazu, dass im Zentrum des Bildes ein großes "V" entsteht.

Aufgenommen wurden die kühlen Wirbelstürme mit dem Modis-Spektoradiometer an Bord von "Terra", als der Satellit Ende November über Schottland (unten rechts im Bild) und Island flog.

stx

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