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Flut in Australien: Zerstörerische Wassermassen

Foto: NASA

Satellitenbild der Woche Land unter in Down under

Großflächig sind die Überflutungsgebiete in Australien verwüstet. Aufnahmen von gleich drei Satelliten belegen das Ausmaß der Katastrophe. Das teilweise eingeschlossene Rockhampton ist in bislang unerreichter Detailtreue zu sehen.

Australien

Die Katastrophe nimmt kein Ende. Noch über längere Zeit werden die Überflutungsgebiete in mit erhöhten Wasserpegeln zu tun haben. Von den anschließend folgenden milliardenteuren Aufräumarbeiten ganz zu schweigen. Und jetzt, wo sich die Wassermassen zumindest zum Teil etwas zurückziehen, wird erst das Ausmaß der Schäden erkennbar: Tausende Häuser sind verwüstet, Kohlebergwerke geflutet, die Ernte großflächig zerstört.

Nasa

Aktuelle Satellitenbilder zeigen eindrücklich das Ausmaß der Fluten in dem Gebiet. Die beiden ersten Bilder der Fotostrecke stammen vom "Modis"-Instrument auf dem -Satelliten "Aqua". Er umkreist die Erde in knapp 700 Kilometern Höhe. Die Aufnahmen belegen, wie zwischen dem 14. Dezember 2010 und dem 4. Januar 2011 die Pegelstände massiv stiegen und ganze Landstriche überschwemmt wurden.

Auf den Bildern müsste das Wasser eigentlich schwarz erscheinen. Dass die Flüsse trotzdem blau schimmern, hat mit den großen Mengen an Sedimenten zu tun, die sie mit sich führen.

Besonders dramatisch war die Lage am Fitzroy River, wo Mackenzie and Dawson River zusammenfließen. Rund um die betroffene Stadt Rockhampton im Bundesstaat Queensland lässt sich auch gut der Kampf gegen die Flut erkennen. In der Stadt verläuft der Fitzroy noch in einem vergleichsweise engen Bett. Doch in den Gebieten im Norden der Stadt hat der Fluss die Deiche durchbrochen. Von dort aus konnten sich die Wassermassen ausbreiten und die Häuser zum Teil einschließen.

Auf dem nächsten Bild zeigt sich gut, dass auch Dämme im Süden von Rockhampton gebrochen sind. Die Aufnahme, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zur Verfügung gestellt wurde, stammt vom Radarsatelliten "TerraSAR". Er blickt aus gut 500 Kilometern Höhe auf die Erde - und kann unabhängig von Beleuchtungsverhältnissen oder Bewölkung Bilder mit einer Auflösung von bis zu einem Meter machen.

Satellit

Auch der Esa- "Envisat" hat sich das Überflutungsgebiet angesehen - wenngleich mit weitaus weniger Feinblick. Die Aufnahme vom 2. Januar macht dafür - ähnlich wie das "Aqua"-Bild - die Größe der betroffenen Region klar. Zu sehen ist ein Areal von etwa 450 mal 350 Kilometern. Die braunen Bereiche zeigen an, dass neben dem Fitzroy River noch zahlreiche weitere Flüsse von den Fluten betroffen waren.

Pazifik

Meteorologen in Australien glauben übrigens, dass das Wetterphänomen La Niña Schuld an den massiven Regenfällen ist, die zu den Überflutungen geführt haben. Es entsteht durch die aktuell sehr niedrige Temperatur des Meerwassers im tropischen .

chs
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