Satellitenbild der Woche Schnee in den peruanischen Anden

Als wäre Puderzucker auf die braunen Berge gestreut - so präsentiert sich die Andenbergkette Cordillera Huayhuash dem Betrachter aus dem All. Gletscher haben die raue und unberührte Landschaft nachhaltig geprägt.


Wie fühlt man sich als Astronaut an Bord der Internationalen Raumstation? Das Satellitenfoto des peruanischen Gebirgszugs Cordillera Huayhuash vermittelt zumindest einen Eindruck der phantastischen Ausblicke, die man aus etwa 350 Kilometern Höhe genießen kann. Das Foto entstand am 17. Mai 2008 mit Hilfe einer digitalen Spiegelreflexkamera, die über ein 400-Millimeter-Teleobjektiv verfügt.

Braune Berge, weißer Schnee: Die Bergkette Cordillera Huayhuash in Peru
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Braune Berge, weißer Schnee: Die Bergkette Cordillera Huayhuash in Peru

Gut zu erkennen ist der über 6600 Meter hohe Nevado Yerupajá, der zweithöchste Gipfel Perus. Er ist der erste hohe Berg von rechts, an seiner nordöstlichen Seite kleben Wolken. Der Yerupajá gilt wegen seiner steilen Hänge unter Bergsteigern als der spektakulärste und schwierigste Gipfel Südamerikas. Der beste Aufstieg verläuft über seine südwestliche Seite, die auf dem Foto auch zu sehen ist.

Die Hänge der etwa 25 Kilometer langen Bergkette wurden von fließenden Gletschern geformt. So entstanden auch mehrere Gletscherseen, die von Schmelzwasser gespeist werden. Während der Eiszeiten dehnten sich die Gletscher über viele Kilometer aus und reichten bis in Täler hinunter, die lediglich 3000 Meter hoch sind. Dadurch entstand ihr U-förmiger Querschnitt.

Die Cordillera Huayhuash besteht aus insgesamt sechs Gipfeln, die jeweils mehr als 6000 Meter hoch sind. Mehr als ein Dutzend weiterer Berge zählen zur Kategorie der Fünftausender. Der knapp 6100 Meter hohe Jirishanca wird auch das "Matterhorn der Anden" genannt. Erstmals bestiegen wurde er im Juli 1957 von zwei Österreichern.

hda



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