Satellitenbild der Woche Jetzt gibt's Eis!

Auch wenn es sich gerade ändert: In Deutschland war der Frühling zuletzt recht passabel und manch einer bekam Lust auf Eis. Auch im US-Bundesstaat Minnesota beschäftigte das Thema Eis die Menschen - auf ganz andere Art, wie ein aktuelles Satellitenbild zeigt.

Mit dem Pfingstwetter wird es dieses Jahr wohl so eine Sache werden in Deutschland. Gerade war man in den vergangenen Sonnentagen auf den Geschmack gekommen, da verkündet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits neues Ungemach. Die Rede ist von Regen als "stetigem Begleiter" am langen Wochenende. Im Osten seien die Niederschläge "anfangs mehr mit Gewittern durchsetzt". Im Westen gebe es gleich "Dauerregen". Schön ist das alles nicht - den Frühling hatten sich viele doch irgendwie anders vorgestellt. Allergiker vielleicht mal ausgenommen.

Doch im Norden des US-Bundesstaats Minnesota hat man ganz andere Probleme mit dem Frühling. Der ist nämlich dieses Jahr ganz besonders spät dran - und so mancher See war bis vor kurzem noch von einer Eisdecke überzogen. Der 536 Quadratkilometer große Mille Lacs Lake ist so ein Fall. Ein Bild des Modis-Instruments auf dem "Nasa"-Satelliten "Terra" zeigt das recht eindrücklich. Aufgenommen wurde es am 12. Mai.

Drifteis verwüstet Ferienhäuser

Sieht man sich den Durchschnitt der langjährigen Eisaufzeichnungen an, dann sollte das fischreiche Gewässer - bekannt vor allem für den Glasaugenbarsch - seit dem 25. April eisfrei sein. In diesem Jahr war es dagegen auch Wochen später noch nicht so weit. Wie groß der Unterschied war, zeigt sich im Vergleich mit dem Satellitenbild aus dem Jahr 2009.

Das "Minnesota Public Radio" hatte vor wenigen Tagen berichtet , dass starke Winde große Mengen von Drifteis an die Ränder des Sees gedrückt haben. Bei YouTube findet sich ein Film  vom 11. Mai, das ist ein Tag vor der Aufnahme des Satellitenbildes. Zu sehen ist eine Front von aufgetürmtem Drifteis, die aus dem See kommend gegen die Gebäude des Izatys-Ferienresorts drückt.

An den Gebäuden türmen sich die Schollen auf und beschädigen diese zum Teil sogar. Der Meteorologe Paul Huttner erklärte, in 30 Jahren Arbeit in der Region sei ihm ein Phänomen in dieser Stärke noch nicht untergekommen.

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chs

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