Satellitenbild der Woche Grüne Kleckse

Die Arabische Halbinsel ist fast vollständig von Wüsten bedeckt. Doch wenn der Mensch den Boden bewässert, sprießt es grün, wie ein Satellitenfoto zeigt.

Farm nahe Riad: 70 Quadratkilometer Grün im saudi-arabischen Sand
NASA

Farm nahe Riad: 70 Quadratkilometer Grün im saudi-arabischen Sand


Wasser ist knapp in Saudi-Arabien. In dem Wüstenstaat wird trotzdem Landwirtschaft betrieben - und dies lässt sich auch aus dem Weltall beobachten. Die Aufnahme des Nasa-Satelliten "Landsat 8" stammt vom 24. Mai 2015 und zeigt den großen Kontrast zwischen rotgelbem Sand und kräftig grünen Pflanzen. Gut zu erkennen sind die kreisförmigen Felder, die durch künstliche Bewässerung entstanden sind.

Das Foto zeigt die Todhia Arable Farm, die knapp 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Riad liegt. Fast 70 Quadratkilometer Fläche werden dort bewirtschaftet. Angebaut werden unter anderem Gerste, Weizen, Mais und Halfagras, aus dem Papier und Fasern für Seile gewonnen werden.

Das nötige Wasser wird aus bis zu tausend Metern Tiefe nach oben gepumpt und mit sogenannten Kreisbewässerungsanlagen verteilt.

Ohne Bewässerung wäre Landwirtschaft in der Region kaum denkbar, denn es regnet viel zu selten. Immerhin ermöglichen die durchgehend hohen Temperaturen, dass das ganze Jahr über Pflanzen angebaut und geerntet werden können.

hda



insgesamt 7 Beiträge
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DaLemmi 28.06.2015
1. Leider ziemlich kurzsichtig
Vom Satelliten aus sieht das alles viel toller aus als am Boden. Saudi hatte es mit dieser Technik sogar mal zum sechstgrößten Weizenexporteur der Welt gebracht. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass jeder Liter Wasser mit gigantischen Mengen an Energie entweder durch Pumpen aus nicht erneuerbaren Grundwasserreserven oder durch Ensalzungsanlagen gewonnen werden muss, die mit fossiler Energie betrieben werden. Nachhaltig sieht anders aus. Durch die beschriebene Technik versalzt der Boden innerhalb weniger Jahre, so dass unfruchtbare Salzwüste zurückbleibt. Das sieht man auch an den Satellitenbildern, wo solche Farmen häufig bereits aufgegebene braune Kreise enthalten, auf denen wegen der Versalzung nichts mehr richtig wachsen kann.
El_Matador 28.06.2015
2. Wirklich jetzt...
...es regnet in der Wüste viel zu selten? Und in den Tropen gibts zu wenige trockene Monate oder wie?
undog 28.06.2015
3. Diese Trockengebiete sind unfair
Wir müssen nicht nur überall für Menschenrechte, Demokratie etc. sorgen, sondern auch für gerechte Regenverteilung. Auch alle Tiere müssen berücksichtigt werden und Aliens von ausgetrockenten Planeten. Wer fordert mehr, um noch besser zu sein?
kinngrimm 28.06.2015
4. wo wir grad bei Verschwendung sind
Gibt es Zählungen wieviel Wasser verbraucht wird für Fraking oder um die letzten Tropfen Öl aus den Ölfeldern rauszukitzeln? Wieviel davon auf die nächsten Jahrhunderte verloren ist bzw dazu beitragen mag Grundwasser auch noch zu verseuchen? Gibt es schon Studien was aus den Bakterien in 2000m Tiefe wird wenn dort die Frakinglösung eingespeist wird?
moomendema 28.06.2015
5. Wie die bauen selbst an?
Auf dem ausgemergelten Boden Weizen? Die sollen mal schön Ihren Weizen bei uns kaufen! Machisch Frreundschaftspreis! Walla!
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