Schlechtes Wetter Nasa verschiebt Landung von Raumfähre "Atlantis"

Wegen schlechten Wetters muss die US-Raumfähre "Atlantis" länger im All bleiben als geplant: Nächstmöglicher Landetermin ist nun der Sonntag. Die Zeit drängt: Der Shuttle kann nur bis zum Montag die Erde umkreisen.

Cape Canaveral - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Landung der Raumfähre "Atlantis" wegen schlechten Wetters zum zweiten Mal verschoben. Ein neuer Versuch solle am Sonntag unternommen werden, sagte ein Sprecher der Nasa am Samstag. Der Orbiter mit sieben Astronauten an Bord solle dann um 16.11 Uhr MESZ im Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aufsetzen.

Ursprünglich war die Rückkehr des Space Shuttles für Freitag angesetzt und war dann auf Samstag verlegt worden.

Die "Atlantis"-Astronauten erfuhren von dem Aufschub ihrer Landung etwa 500 Kilometer über der Erde. Von oben aus konnten sie über Florida dicke Wolken und starke Winde sehen, Wetterexperten warnten gar vor heftigen Unwettern.

Sollte das schlechte Wetter anhalten, könnte die Nasa entscheiden, die Raumfähre zur Edwards Air Force Base in Kalifornien umzuleiten. Die "Atlantis" kann nur bis Montag in der Erdumlaufbahn bleiben, weil die Vorräte an Bord begrenzt sind. Als erstes geht in der Regel der Wasserstoff für die Brennstoffzellen zur Neige, welche die Raumfähre mit Strom versorgen. Sauerstoff, Nahrung und Treibstoff für die Düsen sind weniger problematisch. Schon im Mai 2007 musste eine Landung der "Atlantis" wegen schlechten Wetters verschoben werden

Die US-Raumfahrtbehörde hat für eine Landung ganz klare Kriterien, unter anderem fürs Wetter. So muss die Sichtweite mindestens acht Kilometer betragen, die Wolkendichte am Himmel darf nicht über 50 Prozent liegen, und die Windgeschwindigkeiten dürfen 28 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten.

Die siebenköpfige Crew der "Atlantis" hatte während ihrer durch den Aufschub nun zwölf Tage dauernden Mission im All erfolgreich das altersschwache Weltraumteleskop "Hubble" repariert. Dies wurde in fünf teilweise schwierigen Außeneinsätzen vollbracht. Die Arbeiten sollen "Hubble" bis mindestens 2014 am Laufen halten, heißt es. Dann soll das das Weltraumteleskop "James Webb" Bilder aus dem All senden.

jjc/Reuters/dpa
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