Satellitenbild der Woche Manhattan on Ice

Nach schneearmen Jahren kann endlich in Großstädten wieder gerodelt werden. Ein Esa-Satellit hat die Schneepracht von oben in New York und Berlin abgelichtet.
Manhattan von oben: Halber Meter Neuschnee binnen wenigen Stunden

Manhattan von oben: Halber Meter Neuschnee binnen wenigen Stunden

Foto: Copernicus Sentinel / ESA / CC BY-SA 3.0 IGO

Als hätte jemand riesige Mengen Puderzucker über Manhattan gestreut: In New York fiel in der vergangenen Woche so viel Schnee wie lange nicht. Auf den Satellitenbildern der Raumfahrtbehörde Esa sieht das ziemlich idyllisch aus. Doch die friedliche Stimmung täuscht.

Die Bewohner der Megacity machten in den vergangenen sieben Tagen einiges mit. Das Bild wurde von Copernicus Sentinel-2 am 4. Februar aufgenommen. Bereits drei Tage zuvor kämpften die New Yorker mit einem Schneesturm von erheblicher Wucht, der die Stadt innerhalb von wenigen Stunden mit rund einem halben Meter Schnee bedeckte.

Der Schneesturm hat im gesamten Nordosten der USA für Verkehrschaos gesorgt. Hunderte Flüge wurden gestrichen, zahlreiche Züge fielen aus. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief sogar den Notstand aus, Straßen wurden für den Einsatz von Rettungsfahrzeugen freigehalten und für alle nicht notwendigen Fahrten eingeschränkt.

Im Bundesstaat New Jersey sowie in Philadelphia, der größten Stadt von Pennsylvania, galt ebenfalls der Notstand. New Jerseys Gouverneur Phil Murphy warnte vor Stromausfällen und rief die Bewohner auf, Elektrogeräte aufzuladen.

Doch am Ende kam es doch weniger schlimm als befürchtet. Das öffentliche Leben wurde zwar lahmgelegt – aber durch die Corona-Pandemie waren die meisten Bürger schon an den Aufruf des »#stayathome« gewöhnt.

Berlin im Schnee: Aufnahme vom 31. Januar

Berlin im Schnee: Aufnahme vom 31. Januar

Foto: Copernicus Sentinel / ESA / CC BY-SA 3.0 IGO

Sogar im spanischen Madrid hat es Anfang Januar einen Wintereinbruch gegeben. Während sich mancherorts Menschen über den Schnee freuten, saßen andere stundenlang in ihren Autos fest. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben.

Auch Deutschland erlebte in den vergangenen Wochen so viel Schneefall wie lange nicht. Die Satelliten der Esa machten Aufnahmen von dem schneebedeckten Berlin (siehe oben). Und der Winter ist noch nicht vorbei: Diese Woche soll es dank Tief »Tristan« weiter schneien, vor allem im Norden Deutschlands.

sug
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