Shuttle vor dem Start "Es ist wie Weihnachten"

Bei der Nasa gibt man sich vor dem für morgen angesetzten Start der Raumfähre "Discovery" trotz kleiner technischer Probleme zuversichtlich. Meteorologen sagen trotz drohender Sommergewitter geeignetes Startwetter voraus.

"Ich denke, wir sind auf dem Weg." Bill Parsons, Manager des Space-Shuttle-Programms der Nasa macht sich keine Sorgen über den bevorstehenden Start, den ersten seit der Columbia-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren. Gestern wurden zwar noch einige kleinere Probleme an der Raumfähre "Discovery" besprochen, die Nasa geht aber davon aus, dass bis heute Nachmittag alle Sorgen aus der Welt geschafft sind.

"Wir kriegen das hin", sagte Parsons, "wir haben absolut das Gefühl, dass wir startbereit sein werden." Die kleineren Probleme betrafen die Sensoren von Treibstofftanks, die bei einem Test nicht korrekt funktionierten und ein Messgerät für die Windgeschwindigkeit. Nasa-Ingenieure wollten auch noch einige Werkzeuge kontrollieren, die während eines Weltraumspaziergangs benutzt werden sollen, um den Hitzeschild des Shuttles zu überprüfen und gegebenenfalls auszubessern.

Das Wetter soll zwar nicht allzu gut werden - Meteorologen sagen für den morgigen Mittwoch in der Gegend des Kennedy Space Center in Florida Sommergewitter vorher - dennoch glauben die Wetterforscher, dass das Shuttle starten kann. Die Chancen dafür werden mit 70 Prozent angegeben. Hurrikan Dennis hatte sich glücklicherweise vom Space Center ferngehalten. Der morgige Start ist für 15.51 Ortszeit geplant (21.51 Uhr hiesiger Zeit).

Bei der Nasa ist man jedenfalls voller Zuversicht. "Discovery"-Kommandantin Eileen Collins versicherte, man wolle keine "dummen Risiken eingehen", aber "jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ins All zurückzukehren". Der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale, sagte: "Es ist wie Weihnachten."

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