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"Sojus TMA-17": Zurück aus dem All

Foto: NASA / Bill Ingalls

"Sojus"-Raumschiff Raumfahrer kehren wohlbehalten von ISS zurück

Zurück aus dem All: Drei Raumfahrer aus Russland, den USA und Japan sind nach rund 160 Tagen von der Internationalen Raumstation zurückgekehrt. Ihre "Sojus"-Kapsel landete in der kasachischen Steppe - und kippte um.

Moskau - Das Empfangskommando in der kasachischen Steppe stand schon bereit: drei Flugzeuge, zwölf Hubschrauber, sechs geländegängige Fahrzeuge. Und um 5.24 Uhr deutscher Zeit am Mittwochmorgen konnten die Bergungstrupps einen Erfolg melden: Nach rund 160 Tagen im All ist das russische Raumschiff "Sojus TMA-17" mit drei Astronauten an Bord wieder wohlbehalten von der Internationalen Raumstation ISS zurückgekehrt.

Die Kapsel landete nach Angaben des russischen Flugleitzentrums südöstlich der kasachischen Stadt Dsheskasgan. Alle Operationen seien planmäßig verlaufen. Die Kapsel landete allerdings auf der Seite, wie es bereits in der Vergangenheit häufig passierte. Ärzte überprüften noch vor Ort den Gesundheitszustand der Besatzung.

Oleg Kotow (Russland), Timothy Creamer (USA) und Soichi Noguchi (Japan) fühlten sich gut, erklärte das Flugleitzentrum. Das Raumfahrertrio hatte um 2.04 Uhr von der Raumstation abgelegt, nachdem es zuvor von seinen Kollegen Alexander Skworzow, Michail Kornijenko und Tracy Caldwell Dyson verabschiedet worden war.

Die beiden Russen und die US-Astronautin, die seit Anfang April auf der Umlaufbahn sind, setzen als 24. Stammbesatzung die Arbeit vorübergehend allein fort. Erst Mitte Juni erhalten sie Verstärkung durch die drei Astronauten des Raumschiffes "Sojus TMA-19". Damit erreicht die ISS-Besatzung dann wieder ihre Sollstärke.

Nach dem Ende des Shuttle-Programms der US-Raumfahrtbehörde Nasa werden die "Sojus"-Kapseln ab dem kommenden Jahr das vorerst einzige Transportmittel für Astronauten zur ISS sein. Die Nasa und ihre russische Partnerbehörde haben dazu ein neues Abkommen zum Astronautentransport bis zum Jahr 2014 unterzeichnet.

chs/ddp/apn