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Sonde "Hayabusa" Kapsel mit Asteroiden-Staub geborgen

Die Landung in der australischen Wüste klappte problemlos, jetzt ist die japanische Kapsel mit den Asteroid-Proben geborgen. Die Fracht der Sonde "Hayabusa" soll neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems liefern.

Sydney - Die ersten je genommenen Asteroid-Proben sind auf der Erde gelandet und geborgen. Das sagte der Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums, Allan Cole. Die Kapsel aus der verglühten japanischen Raumsonde "Hayabusa" sei an Ort und Stelle in einen versiegelten Container gepackt worden und werde per Helikopter aus dem Landeareal auf einem Raketenübungsgelände 500 Kilometer nördlich von Adelaide ausgeflogen. Der Container werde erst in Japan wieder geöffnet.

Nach Angaben von Cole verlief die Landung völlig problemlos. Die Sonde war in der Nacht mit einem gigantischen Feuerstreif über Südaustralien in die Erdatmosphäre eingetreten und verglüht. Kurz davor hatte sich die Kapsel gelöst und war separat an einem Fallschirm zu Boden geschwebt. In der Kapsel sollen Partikel eines Asteroiden sein. "Hayabusa" - auf Deutsch Falke - hatte sie vor fünf Jahren an dem mehr als 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden Itokawa eingesammelt.

"Hayabusa" war 2003 ins All gestartet. Da der Asteroid Itokawa nach Einschätzung der Wissenschaftler seine ursprünglichen Eigenschaften bewahrte, erhoffen sie sich von den Proben Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

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Asteroiden-Proben: Die Landung von "Hayabusa"

Foto: HO / REUTERS

Bei der Mission war nicht alles glatt gelaufen. So ist unklar, ob die Sonde wie geplant eine Art Fallbeil auf den Asteroiden sausen ließ, um damit Staub aufzuwirbeln und einzufangen. Die Wissenschaftler sind aber trotzdem zuversichtlich, dass die Kapsel genügend Material für völlig neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten an Bord hat.

Die Sonde von der Größe eines Kühlschranks hat in den sieben Jahren im Weltall mehr als vier Milliarden Kilometer zurückgelegt. Fast wäre die Mission gescheitert. Auf dem langen Rückweg zur Erde fielen mehrere Antriebswerke aus, die Kommunikation riss zeitweise ab und die Batterien wurden unzuverlässig. Dennoch schafften es die Wissenschaftler, die Sonde zur Landung nach Australien zu dirigieren.

hda/dpa
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