Space Shuttle Start der US-Raumfähre "Discovery" erneut verschoben

Wegen technischer Probleme konnte die Raumfähre "Discovery" erneut nicht abheben. Die US-Raumfahrtbehörde musste den Start um 24 Stunden verschieben. Statt in der Nacht zum Freitag soll der Space Shuttle nun am Samstag zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Shuttle "Discovery" in Cape Canaveral: Startfenster bis zum 30. August offen
ddp

Shuttle "Discovery" in Cape Canaveral: Startfenster bis zum 30. August offen


Cape Canaveral - Die Probleme mit der US-Raumfähre "Discovery" reißen nicht ab. Am Donnerstag hat die Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa zum dritten Mal den Start des Shuttles zur Internationalen Raumstation ISS verschoben. Er ist nun für Samstag um 5.59 Uhr MESZ geplant. Damit will die Nasa Zeit gewinnen, um im Falle eines erneuten Defekts am Flüssigwasserstoffventil des Haupttriebwerkes reagieren zu können.

Ursprünglich sollte die "Discovery" am Freitag um 6.22 Uhr MESZ zu ihrer 13-Tage-Mission aufbrechen. Zuvor waren ein Defekt an dem Flüssigwasserstoffventil behoben und das Antriebssystem auf Lecks untersucht worden. Zwei Startversuche am Dienstag und Mittwoch mussten bereits wegen schlechten Wetters und des Ventilschadens abgebrochen werden. Nach Auskunft von Startdirektor Pete Nickolenko ist das Startfenster für die Fähre bis zum 30. August offen. Insgesamt seien fünf Versuche möglich.

Der Shuttle soll 7,5 Tonnen Nachschub und wissenschaftliche Geräte zur ISS bringen. Zur siebenköpfigen Shuttle-Crew unter Kommandant Rick Sturckow gehört auch der schwedische Esa-Astronaut Christer Fuglesang. Er nimmt an zwei der drei geplanten Ausstiege in den freien Raum teil. Dabei werden unter anderem alte Experimentierplattformen von Nasa und der europäischen Weltraumbehörde Esa vom "Columbus"-Modul geborgen und neue installiert. Auch ein Ammoniaktank soll montiert werden.

Die "Discovery"-Astronautin Nicole Stott soll am Ende der Mission in der ISS verbleiben. Sie löst dort ihren Landsmann Timothy Kopra ab, der seit Juli als Bordingenieur in der 20. Stammbesatzung fungiert, zu der ebenfalls der belgische Esa-Astronaut Frank de Winne gehört.

hda/ddp



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