Privatsatelliten Start des privaten Raumfrachters "Dragon" verschoben

Rückschlag für das private Raumfahrtunternehmen SpaceX: Der Start des Transporters "Dragon" wurde erneut verschoben, weil an der Trägerrakete ein Leck entdeckt wurde. Dadurch müssen auch 104 private Mini-Satelliten zunächst am Boden bleiben.
SpaceX-Falcon-Rakete in Cape Canaveral, Florida: Start auf Freitag verschoben

SpaceX-Falcon-Rakete in Cape Canaveral, Florida: Start auf Freitag verschoben

Foto: uncredited/ AP/dpa

Wegen eines Helium-Lecks an der Trägerrakete ist der Start des privaten Raumtransporters "Dragon" zur Internationalen Raumstation ISS verschoben worden. Er sollte auch einen Schwarm Mini-Satelliten ins All befördern. Der für Montagabend geplante Start in Cape Canaveral in Florida soll nun voraussichtlich am Freitag stattfinden, wie das Unternehmen SpaceX per Twitter mitteilte.

Das Leck an der Falcon-9-Rakete werde "bis zur nächsten Startmöglichkeit am 18. April repariert sein", hieß es. Die unbemannte Raumkapsel "Dragon" soll Nachschub zur ISS bringen.

Zuvor hatte eine Computerpanne auf der Raumstation den Start gefährdet, doch SpaceX gab am Sonntag grünes Licht. Der Versorgungsflug war ursprünglich bereits für Mitte März geplant, hatte sich aber verzögert. "Dragon" hat unter anderem einen neuen Raumanzug und Material für wichtige wissenschaftliche Experimente an Bord.

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"Kicksat": Mini-Satelliten im All

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Die 104 Mini-Satelliten, die auf dem Flug ausgesetzt werden sollen, läuten das Zeitalter der Raumfahrt für jedermann ein. Jeder der jeweils dreieinhalb mal dreieinhalb Zentimeter kleinen Satelliten hat einen anderen Besitzer.

Die Privatfirmen SpaceX und Orbital Sciences fliegen für die Nasa Nachschub zur ISS, seit die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt hatte. Der erste Versorgungsflug fand 2012 statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte.

boj/AFP
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