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Versorgungsflug zur ISS SpaceX landet Raketenstufe sicher auf Plattform im Meer

Nach mehreren Fehlschlägen ist es geglückt, die untere Stufe einer Falcon 9-Rakete auf einer Plattform im Atlantik zu landen. Der Raumfrachter bringt unter anderem ein aufblasbares Modul zur ISS.

Rund zehn Monate nachdem eine Explosion den "Dragon" auf dem Weg zur Internationalen Raumstation zerstört hatte, ist erneut ein Raumfrachter der Firma SpaceX zur ISS gestartet. Die Firma gehört dem Chef des US-Elektroauto-Pioniers Tesla, Elon Musk.

Die "Dragon"-Kapsel habe an der Spitze einer Falcon 9-Rakete erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und SpaceX am Freitag mit. Erstmals klappte zudem die sichere Landung der ersten Raketenstufe auf einem unbemannten Boot im Atlantik. Dieses Manöver war zuvor bei mehreren Versuchen missglückt.

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SpaceX: Dragon ist gestartet

Foto: John Raoux/ AP

Der "Dragon" hat rund 1400 Kilogramm Versorgungsnachschub und wissenschaftliche Experimente an Bord und soll am Sonntag an der ISS ankommen.

Zu den Experimenten gehört auch ein aufblasbares Modul aus Kunstfaser des US-Unternehmens Bigelow Aerospace. Es soll als Prototyp für die kosmischen Behausungen der Zukunft dienen. Dazu wird es am Nasa-Modul "Tranquility" befestigt und später wie ein Luftballon aufgepustet.

Der wichtigste Vorteil des "Bigelow Expandable Activity Module", kurz "Beam": Die Technik nimmt beim Start weniger Platz weg und ist daher billiger ins All zu befördern

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Raumfahrt: Beam me up!

Foto: Bigelow Aerospace
brt/chs/dpa
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