SpaceX Marsrakete besteht Flugtest

Ein Prototyp des "Starship" hat einen erfolgreichen Startversuch absolviert. Mit der Rakete will das US-Unternehmen SpaceX künftig Flüge zum Mars ermöglichen.
Starship-Prototyp SN5: Erfolgreicher Startversuch in Boca Chica

Starship-Prototyp SN5: Erfolgreicher Startversuch in Boca Chica

Foto: youtube/ SpaceX

Man kann sagen, es läuft bei SpaceX. Erst am Sonntag meldete das US-Raumfahrtunternehmen die sichere Landung von zwei US-Astronauten, die an Bord einer SpaceX-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS geflogen waren. Nun kann die Firma von Elon Musk über einen weiteren Erfolg berichten: Der Prototyp der Marsrakete "Starship" hat einen Flugtest bestanden.

Das Unternehmen postete am Mittwoch auf Twitter ein Video des Testflugs im texanischen Boca Chica. Das Modell SN5 stieg dabei innerhalb von weniger als einer Minute in die Höhe und landete anschließend sicher wieder auf dem Boden. "Der Mars wird wahrscheinlicher", schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk.

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Es handelte sich um den bislang größten Prototyp der geplanten 120 Meter langen "Starship"-Rakete, mit der das Unternehmen eines Tages Menschen zum Mars bringen will. Frühere Prototypen waren teilweise während Bodentests explodiert. Der Raketenvorläufer sollte bei dem Test eine Höhe von 150 Metern erreichen. Ob das gelang, war zunächst unklar. SpaceX gab bislang keine Details zu dem Testflug bekannt.

Basis auf dem Mond

"Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen", hatte Musk am Sonntag nach der Landung der beiden US-Astronauten gesagt.

Bob Behnken und Doug Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS geflogen sind: Seit 2011 waren die Amerikaner beim Personentransport komplett abhängig von Dienstleistungen der Russen. Außerdem war es der erste "Splashdown", also die erste Wasserlandung einer US-Raumkapsel, seit 45 Jahren.

In einer weiteren Hinsicht markierte die Mission sogar eine regelrechte Zeitenwende: Es war das erste Mal, dass US-Astronauten von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

stu/afp
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