Testflug SpaceX-Rakete explodiert bei Landung – Elon Musk ist trotzdem zufrieden

Schuld war wohl ein Problem mit dem Treibstoffsystem: In Texas ist eine Testrakete von SpaceX in Flammen aufgegangen. Firmengründer Elon Musk gab sich auf Twitter trotz des Rückschlags entspannt.
Moment der Explosion: »Wir haben alle Daten bekommen, die wir brauchen«

Moment der Explosion: »Wir haben alle Daten bekommen, die wir brauchen«

Foto: - / AFP

Eine neue Rakete der Raumfahrt-Firma SpaceX ist nach einem Testflug bei der Landung explodiert. Aufgrund eines Problems mit dem Treibstoffsystem sei die Geschwindigkeit des unbemannten Flugkörpers beim Landeanflug zu hoch gewesen, teilte SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem Test am Mittwochabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Texas per Kurznachrichtendienst Twitter mit – und zeigte sich trotzdem zufrieden: »Wir haben alle Daten bekommen, die wir brauchen.« Der »Starship«-Prototyp war zuvor in eine Höhe von rund 12,5 Kilometern aufgestiegen.

Am Dienstag war ein Startversuch wegen eines Problems mit dem Triebwerk nur rund 1,3 Sekunden vor dem geplanten Beginn abgebrochen worden. Bei den vorherigen Tests wurden die Prototypen nur auf rund 150 Meter hochgeschossen. Ziel der Versuche ist, einzelne Elemente der neuen Rakete zu testen. »Starship« soll nach Plänen von Musk irgendwann Fracht und Menschen zum Mond und zum Mars befördern. »Mars, wir kommen«, kommentierte Musk nach dem Test am Mittwoch.

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Der SpaceX-Gründer will »Starship« komplett wiederverwendbar machen. Bei den aktuellen »Falcon«-Raketen von SpaceX landet nur ein Teil der Stufen wieder auf der Erde, um erneut eingesetzt zu werden.

Ende November hatte SpaceX noch mit deutlich positiveren Nachrichten Schlagzeilen gemacht. Eine Raumkapsel des US-Unternehmens hatte damals erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Wie auf Livebildern von der ISS zu sehen war, verlief der erste Teil des Andockvorgangs nach einem 27-stündigen Flug der »Crew Dragon« planmäßig.

Nach neun Jahren der erste Start von US-Boden

Die neu anreisende Besatzung – »Crew-1« – war die erste, die regulär mit der »Crew Dragon« zur ISS flog, nachdem der bemannte Test im Frühjahr erfolgreich gewesen war. Die beiden US-Astronauten Douglas Hurley und Robert Behnken waren bei diesem Test im Mai zur ISS aufgebrochen und im August zurückgekehrt.

Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal gewesen, dass Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus in den Orbit starteten – und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

jok/dpa