Wiederverwertbare Rakete Satellit hebt ab, "Falcon 9" versinkt im Meer

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat einen Satelliten erfolgreich ins All geschossen. Doch der Versuch, die Trägerrakete "Falcon 9" wieder unbeschadet auf der Erde zu landen, glückte nicht. Damit ist der zweite Versuch gescheitert.


Cape Canaveral - Das Unternehmen SpaceX ist zum zweiten Mal mit dem Versuch gescheitert, eine Trägerrakete nach dem Start wieder unbeschadet auf der Erde landen zu lassen.

Die "Falcon 9"-Trägerrakete brachte in der Nacht zum Donnerstag zunächst erfolgreich den Erdbeobachtungssatelliten "DSCOVR" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All. Doch die anschließend geplante Landung der Rakete gelang nicht: Die schwimmende Plattform, auf der sie hätte landen sollen, konnte wegen eines schweren Sturms nicht im Meer bleiben. Der Start des Satelliten war zuvor bereits zweimal wegen schlechten Wetters verschoben worden.

Für die Zukunft stimme ihn der Test trotzdem optimistisch, twitterte SpaceX-Gründer Elon Musk: "Die Rakete ist weich und schön vertikal innerhalb von zehn Metern vom Ziel im Ozean gelandet. Wäre das Wetter nicht stürmisch gewesen, wäre sie wahrscheinlich gut auf dem Plattformschiff gelandet." Für den nächsten Test werde die Plattform verstärkt.

Bereits im Januar war ein solcher Test misslungen. Die Rakete landete damals zu hart und zerbrach. Langfristiges Ziel von SpaceX ist es, die ganze Rakete landen zu lassen und dann wiederzuverwenden. Das wurde bislang noch nie gemacht, würde die Kosten eines Starts aber dramatisch senken. Bislang zerbersten die Hunderte Millionen Dollar teuren Geschosse komplett und fallen als Schrott ins Meer - wie nun auch die "Falcon 9". In Zukunft sollen einmal Trägerraketen zwischen Erde und Weltall pendeln.

vet/dpa

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