Space X Falcon 9-Rakete stürzt ins Meer

Eine wiederverwendbare Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX verpasste bei der Rückkehr zur Erde die Landezone und stürzte ins Meer. Die eigentliche Mission verlief aber erfolgreich.
Start einer Falcon-9-Rakete in Florida: 60 Satelliten hat das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX bereits ins All gebracht

Start einer Falcon-9-Rakete in Florida: 60 Satelliten hat das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX bereits ins All gebracht

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BRIAN LINN/ SPACEX/ HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erfolgreich 60 Satelliten ins All gebracht, ist mit der Rückkehr der wiederverwendbaren Rakete aber gescheitert. Nach Angaben des Unternehmens stürzte die vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartete Rakete vom Typ Falcon 9 am Montag unmittelbar neben der für die Landung vorgesehenen Plattform ins Meer. Zuvor war das Landemanöver bereits 49 Mal geglückt.

Mit der Wiederverwendung der Trägerraketen will SpaceX-Chef Elon Musk Raumfahrtmissionen deutlich kostengünstiger machen. Die nun ins Meer gestürzte Rakete war bereits zum vierten Mal im Einsatz. Es war die vierte Fuhre von jeweils 60 Minisatelliten, die SpaceX ins All beförderte, um das weltumspannende Satellitennetzwerk Starlink zu bilden. In Zukunft könnte dieses Netz aus bis zu 42.000 Satelliten bestehen. Starlink soll rund um die Welt Hochgeschwindigkeitsinternet zur Verfügung stellen.

Letztlich eine Mars-Mission

Unternehmensgründer Musk, der auch Chef des Elektroautobauers Tesla ist, will sich mit Starlink drei bis fünf Prozent des weltweiten Marktes für Internetverbindungen sichern und damit jährlich bis zu 30 Milliarden Dollar umsetzen - deutlich mehr als SpaceX mit seinen Raketenstarts erzielt. Dieses Geld will Musk für die Entwicklung neuer Raumfahrttechnologie und letztlich auch eine Mars-Mission verwenden.

Allerdings ist das Geschäftsfeld mit Weltall-gestützten Internetverbindungen hart umkämpft. An ähnlichen Satellitenkonstellationen arbeiten auch das Start-up OneWeb oder das Projekt Kuiper von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Zudem warnen Wissenschaftler immer wieder vor einem "überfüllten" Weltall.

SpaceX und Boeing wurden von der US-Raumfahrtbehörde Nasa damit beauftragt, Weltraumfähren für Astronauten zu bauen. Das Musk-Unternehmen beliefert die  Internationalen Raumstation (ISS) schon seit Jahren erfolgreich mit Fracht. Kürzlich testete SpaceX erfolgreich ein Notfall-Rettungssystem, um künftig auch bemannte Raketen ins All zu schießen.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben Zeile und Teaser des Artikels im Nachhinein angepasst und korrigiert. Zunächst hatten wir geschrieben, das Unternehmen habe bereits 60 Satelliten erfolgreich ins All gebracht, habe aber Probleme mit der Rückkehr der Transporterraketen zur Erde. Wie es im Artikel richtig heißt, handelte es sich jedoch nur um eine von mehreren Fuhren mit jeweils 60 Satelliten und zuvor war das Landemanöver schon 49 Mal geglückt. Durch die Ursprüngliche Darstellung in Zeile und Teaser konnte ein falscher Eindruck vom Erfolg der Mission entstehen.

jon/afp