Raumfahrt Rakete "Falcon 9" verfehlte Landung knapp

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX des Tesla-Gründers Elon Musk wollte eine Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Meer landen lassen. Der Versuch scheiterte. Wie knapp, zeigen jetzt erste Bilder.


Am 10. Januar schickte das private Raumfahrtunternehmen SpaceX die Raumkapsel "Dragon" auf einen Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation ISS. Teile der Trägerrakete "Falcon 9" sollten anschließend auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik landen, statt wie bisher im Meer zu versinken. Doch das Vorhaben scheiterte. Wie knapp, zeigen nun die ersten Bilder des Absturzes.

Demnach ist die erste Stufe der "Falcon 9", die so hoch ist wie ein 14-stöckiges Gebäude, auf die Landeplattform getroffen und zerschellt. Offenbar war den Steuerflossen, die Hydraulikflüssigkeit ausgegangen. Dadurch konnte sie sich nicht aufrecht halten und kam schief auf.

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Ein zweites Bild, zeigt wie ein Teil der Rakete auf der Landefläche verbrennt. Durch den schiefen Aufprall, kam es zu Exposionen, der restliche Treibstoff ging in Flammen auf.

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Indem Teile von Raketen wiederverwendet werden, sollen Flüge ins All günstiger werden. Bislang zerbrechen die Hunderte Millionen Dollar teuren Raketen beim Aufprall auf dem Meer vollständig. SpaceX hofft darauf, einmal vollständige Trägerraketen zwischen Erde und All pendeln lassen zu können.

Während die Trägerrakete "Falcon 9" auf der Landeplattform zerschellte, hat der Raumtransporter "Dragon" inzwischen die ISS erreicht. Er belieferte die Astronauten auf der Raumstation mit Nahrungsmitteln, Experimenten und lang ersehnten Weihnachtsgeschenken.

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6  Bilder
Raumfrachter "Dragon": Wiederverwertbare Trägerrakete von SpaceX ins Meer gestürzt
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass die Rakete die Plattform verfehlt hat. Das stimmt so nicht. Tatsächlich traf die auf und zerschellte. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, diesen zu entschuldigen.

jme



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