Sternschnuppen-Regen Wünsch dir was!

Es regnet Kometenstaub! In der Nacht zum Donnerstag erreicht der Sternschnuppenflug der Perseiden seinen Höhepunkt. Die zehn wichtigsten Fakten zum Himmelsspektakel.

DPA

1) Warum gibt es jetzt Sternschnuppen?

Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde alljährlich von Mitte Juli bis Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner elliptischen Bahn um unser Zentralgestirn zurückgelassen hat. Der Komet umrundet in 130 Jahren die Sonne. Fliegt die Erde durch seine Staubspur, gelangen stecknadelkopfkleine Kometenpartikel in die Atmosphäre und erzeugen Sternschnuppen.

2) Warum leuchten sie?

Der Kometenstaub dringt mit mehr als 200.000 km/h in die Lufthülle. Dabei presst der Partikelsturm die Luft so stark zusammen, dass sie auf mehr als 3000 Grad erhitzt - und glüht.

3) Können die Schnuppen gefährlich werden mit ihrer hohen Geschwindigkeit?

Nein, die meist winzigen Körnchen verglühen in 80 bis 100 Kilometer Höhe.

4) Wann ist die beste Zeit zum Gucken?

Am besten lassen sich Sternschnuppen zwischen 2 und 4 Uhr nachts beobachten, wenn es am dunkelsten ist. Nach Mitternacht dreht sich Europa zudem in Richtung des Schnuppenregens, der dann von vorne kommt und deshalb stärker erscheint. Zuvor allerdings, am späten Abend kurz nach Sonnenuntergang, ist die Chance am größten, Schnuppen mit langem Schweif zu entdecken - dann kommen sie am ehesten von der Seite.

5) Wo muss man hinschauen?

Sie flitzen in alle Himmelsrichtungen. Die meisten sind am Nordhimmel im namensgebenden Sternbild Perseus zu sehen.

6) Wie viele Schnuppen kann man sehen?

Zur besten Zeit saust mitunter jede Minute eine übers Firmament.

7) Verdecken Wolken die Sicht?

Wohl kaum. Von Mittwoch auf Donnerstag sagen Meteorologen für Deutschland einen weitgehend freien Blick voraus. Am ehesten könnten Quellwolken im Südwesten und Teilen Ostdeutschlands die Sicht stören.

8) Stört Mondlicht?

Nein. Am Freitag ist Neumond; es gibt also fast kein Mondlicht derzeit.

9) Muss man frieren beim nächtlichen Schnuppengucken?

Eher nicht, die Nacht auf Donnerstag verspricht, mild zu werden. Und die Gewitteraktivität flaue stark ab, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

10) Was sind die besten Tricks?

Wer in Gesellschaft Ausschau hält, erhöht die Chance, Schnuppen zu entdecken. Zudem empfiehlt sich ein Ausflug aufs Land: Abseits der Städte, wo kein Licht stört, leuchtet der Himmel stärker.

boj



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